Sechs Tote bei Höhlendrama auf Teneriffa


Eine dramatische Rettungsaktion wurde am Wochenede zur Rettung einer Gruppe von Wanderern eingeleitet, die sich in einem alten Wasserstollen in der Nähe von Los Silos (Teneriffa-Nord) verirrt hatten.

Die 28 Ausflügler waren in den Stollen „Piedra de los Cochinos“ eingedrungen und hatten sich in den drei- bis viertausend Meter langen Gängen verirrt. Zudem machten ihnen die dort auftretenden Gase zu schaffen. Übelkeit und Schwindelgefühle befiel die Gruppe, einige wurden onhmächtig.

Der erste, der sich auf eigene Faust befreien konnte alarmierte sofort per Handy die Rettungskräfte. Zehn weitere Personen konnten sich selbst befreien, weitere fünf konnten durch die Einsatzkräfte geborgen werden. Sie litten unter starkter Atemnot.

Die restliche Gruppe blieb zunächst verschwunden. In der Nacht zum Sonntag konnten insgesamt 24 Personen lebend geborgen werden. Für sechs Ausflügler kam die Rettung jedoch zu spät. Die Guardia Civil konnte am Sonntag nur noch ihre Leichen aus der Höhle bergen. Sauerstoffmangel und tödliche Gase wurden als Todesursache angegeben.

Unter den Ausflüglern waren überwiegend spanische Studenten aus La Laguna und Santa Cruz, aber auch einige Wissenschaftler des Astrophysischen Instituts der Kanaren(IAC). Organisiert wurde die Expedition von dem Forschungsinstitut und einer Gruppe von Naturfreunden.




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