Schwere Unwetterschäden in der Concepción-Kirche in Santa Cruz


© EFE

Das Wasser zerstörte wertvolle Dokumente und Kunstgegenstände

Unter den zahlreichen Unwettern des Monats Februar brachte das vom 1.2. besonders viel Regen im Bereich Santa Cruz. Die Bilder von Wasserfontänen aus der Kanalisation und weggeschwemmten Autos fanden ihren Weg bis in europäische Fernsehnachrichten.

Die Hauptkirche von Santa Cruz „La Concepción“ wurde besonders schwer beschädigt: Religiöse Schriften und Dokumente aus dem 17. und 18. Jahrhundert sowie die Hochzeitsdokumente der letzten zehn Jahre wurden durchnässt, wie auch frisch restaurierte Altaraufsätze und Bilder, bei denen zu befürchten ist, dass sie ihre Farben verlieren. Auch etwa 50 wertvolle, mit Gold und Silber bestickte Messgewänder hat das schlam­mige Wasser in der Sakristei beschädigt. Am schlimmsten traf es die Tuffsäulen der Kirche, die durch den Kontakt mit Wasser geschwächt wurden. Damit die angekündigten, weiteren Unwetter nicht noch mehr Schaden anrichten, sicherte man alle Eingänge mit Sandsäcken.

Noch schlimmere Schäden erlitt die Kapelle „Nuestra Señora de Regla“ an der Avenida Anaga. Diese wurde fast komplett verschüttet, da das Wasser Material aus einer nahegelegenen Baustelle heranschwemmte. Auch hier sind Verluste an historischen Dokumenten und Messgewändern zu beklagen.

Die Inselverwaltung hat zusammen mit dem Bischofsamt eine Kommission gebildet, die nun die Schäden untersuchen und Möglichkeiten zur Restaurierung finden soll.




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