Schutzmole von San Andrés zu 75% fertiggestellt


Die jahrzehntelang von den Einwohnern geforderte und vor einigen Monaten begonnene Schutzmole vor dem Fischerdorf San Andrés nimmt langsam Form an.

Doch bereits jetzt dient der noch unfertige Wall den seit vielen Jahren lang bei Stürmen vom heftigen Wellengang gefährdeten Einwohnern. Zwar sind die Bilder der überschwemmten Straßen und Häuser noch längst nicht vergessen, doch erfüllt die Mole bereits jetzt ihren Zweck – beim letzten Sturm im Oktober vergangenen Jahres kam es nicht zu der üblichen Überschwemmung. 

Im Gespräch mit einer Tageszeitung gab José Rafael Díaz Hernández, Direktor der Hafenbehörde, bekannt, gerade jener Herbst-Sturm und die starken Strömungen der letzten Zeit hätten die Bauarbeiten aufgehalten. So hätten die starken Wellen im Herbst 60 Quadratmeter der Mole abgetragen und die Fertigstellung im Dezember verhindert. 

Zu Mehrkosten sei es jedoch nicht gekommen, weil beim Bau von Schutzmolen mit derartigen Ereignissen gerechnet werde. Derzeit sei der Bau zu 75% fortgeschritten, sodass die Mole im April fertiggestellt sein könnte, gab Díaz Hernández bekannt. 

Die Mole besteht aus einem Fundament aus großen Steinfragmenten, auf denen die Betonquader ruhen. Mit einer Länge von 350 Metern soll sie vier Meter über den Meeresspiegel hinausragen. 

Vor Baubeginn der mit über drei Millionen Euro und einer Bauzeit von zehn Monaten veranschlagten Mole gab es Proteste. Umweltschützer wollten das Projekt verhindern, einige Anwohner befürchteten die Verschandelung der Landschaft und den Verbau der Meersicht. Zumindest in dieser Hinsicht sollen sich die Gemüter nun beruhigt haben, wusste der Direktor der Hafenbehörde zu berichten.   

Derweil wurde ebenfalls seitens der Hafenbehörde bekannt, dass Granadillas neuer Industriehafen im ersten Halbjahr 2017 fertiggestellt werden soll.




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