Schumi bei den Walen


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Der siebenfache F-1-Weltmeister erfüllte sich auf Teneriffa einen Kindheitstraum

Ein Treffen ganz besonderer Art fand in den ersten Apriltagen vor der Küste Teneriffas statt. Der siebenfache Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher erfüllte sich seinen Wunsch, im offenen Meer Seite an Seite mit Walen zu schwimmen.

Der spanische Langstreckenschwimmer David Meca hatte Schumi vor einiger Zeit dazu eingeladen, nachdem er in einem Interview von Schumachers Wunsch erfahren hatte:

„Ich wollte schon immer mal mit Walen tauchen. Das habe ich bisher nie geschafft. Ganz einfach, weil ich immer zu den richtigen Zeitpunkten an den falschen Orten sein musste. Die Wale waren immer woanders. Die ziehen ja zu bestimmten Jahreszeiten an andere Orte. Jetzt werde ich die Zeit haben, dahin zu reisen, wo die Wale sich gerade befinden“, sagte Schumacher der „Sportbild“.

Pilot trifft Pilotwale

Schumacher reiste mit Frau Corinna und den beiden Kindern Gina María und Mick im Privatjet zum Kurzurlaub nach Teneriffa, wo sie im Luxushotel Bahía del Duque in Costa de Adeje logierten. Vor der Südküste der Insel kam es dann zum Treffen mit einer Grindwalkolonie – auch als Pilotwale bekannt. Mehrere Stunden lang zeigte David Meca seinen Gästen – mit von der Partie waren der ebenfalls Formel-1-Pilot Marc Gené und die Unterwasserfotografen Sergio Hanquet und Gorca Leclerq – die besten Plätze, um die Giganten der Meere zu beobachten, und Michael Schumacher konnte sich endlich seinen Kindheitstraum erfüllen.

Kritik

Nicht nur Umwelt- und Tierschützer kritisierten später die „unnötige Zurschaustellung“ und die Extrawurst, die Schumi auf Teneriffa gebraten wurde. Denn immerhin ist es strengstens verboten, die Meeressäuger in ihrem natürlichen Lebensraum zu stören, und Walbeobachtungen unterliegen strengen Vorschriften. Dass Schumi und seine Freunde so nah an die Wale heran durften, wurde von vielen Seiten kritisch betrachtet.

In einer hiesigen Tageszeitung fragte sich ein Kolumnist beispielsweise, was wohl die Wale gedacht haben mögen und ob es wohl auch ein Kindheitstraum der Meeressäuger war, einmal mit einem siebenfachen Formel-1-Weltmeister zu schwimmen (?) An anderer Stelle mutmaßte der Journalist, dass nach dieser Nachricht wohl ganze Horden von Deutschen auf der Insel einfallen werden, um ihrem Sportidol nachzueifern und die Schlagzeilen bald nicht mehr „Deutscher schwamm mit Pilotwalkolonie“, sondern „Pilotwal schwamm mit Deutscher Kolonie“ lauten werden…




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