Schreckliche Familientragödie in Los Abrigos


Ehemann tötet Frau und nimmt sich das Leben

Den kleinen Fischerort Los Abrigos im Süden Teneriffas hat am 12. September eine fürchterliche Familientragödie erschüttert. Ein 37-jähriger Mann hat – vermutlich nach einer Diskussion – seine 31-jährige Ehefrau getötet und sich danach selbst das Leben genommen. Das Ehepaar war uruguayischer Herkunft.

„Sagt den Kindern, ihre Eltern sind bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen“

Medienberichten zufolge soll Paul K.G. am 12. September schon früh morgens die beiden Kinder (5 und 7 Jahre alt) zu befreundeten Nachbarn gebracht haben, damit diese sich um sie kümmern, solange er seine Frau von der Arbeit abholt. Mit den Kindern gab er einen Zettel ab. Als sein Nachbar und Freund las, was darauf stand, verständigte er umgehend die Polizei. Paul K.G. teilte in seiner kurzen Abschiedsnotiz nur mit: „Es ist schon alles geschehen“ und bat den Kindern zu sagen, ihre Eltern seien bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen.

Nachdem die Polizei die Authentizität des Abschiedsbriefes überprüft hatte wurde rasch eine Fahndung nach dem selbstmordgefährdeten Mann eingeleitet. Am Fuß einer 15 Meter hohen Klippe fanden die Beamten schließlich seinen Körper. Er hatte sich, nachdem er sich noch einmal telefonisch rückversichert hatte, dass sein Nachbar die Notiz gelesen hatte, in die Tiefe gestürzt.

Die Polizei setzte nach dem Leichenfund die Suche nach der Ehefrau fort. Nachdem diese weder bei der Arbeit war noch zuhause das Telefon abnahm, suchte eine Spezialeinheit der Polizei die Wohnung auf. Dort fand sie die Leiche der Frau, die äußerlich keine Anzeichen von Gewalt aufwies.  Erste Vermutungen über das Tatmotiv lassen auf eine Kombination finanzieller und partnerschaftlicher Probleme  schließen. Möglicherweise hat Paul K.G. seine Frau nach einem Streit erstickt.

Nachbarn und Bekannte des Ehepaars reagierten bestürzt und ungläubig. Paul und seine Frau María Fernanda L. F. hätten ein sehr inniges Verhältnis gehabt. Wohnungsnachbarn hörten nie Schreie oder Radau aus der Wohnung, und auch in der Nacht vom 11. auf den 12. September wollen sie keine verdächtigen Geräusche gehört haben. Betroffenheit herrscht unter den Nachbarn und Bekannten vor allem wegen der beiden zu Vollwaisen gewordenen fünf und siebenjährigen Kinder des Ehepaars.




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