Schnelle Einigung im Müll-Streik


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Puerto de la Cruz

Puerto de la Cruz ist gerade noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen. Wenige Tage vor Beginn des Karnevals drohte nämlich ein als unbefristet angekündigter Streik der Angestellten des privaten Müllunternehmens Sufi-Tarajal, das neben der Müllabfuhr auch für die Straßenreinigung zuständig ist, die Urlauberstadt im Norden Teneriffas in Müll und Schmutz versinken zu lassen.

Etwa 65 Tonnen Müll würden im Durchschnitt pro Streiktag „liegenbleiben“, befürchtete die Stadtverwaltung. Ein Desaster, nicht zuletzt angesichts der vermehrten Müll- und Schmutzentstehung wäh­rend des Karnevals.

Nach knapp 24 Stunden Streiks, an dem sich 90% der betroffenen Angestellten beteiligten, einer Demonstration sowie stundenlangen Verhandlungen konnte zwischen den  zerstrittenen Parteien, der Gewerkschaft UGT und dem Unternehmen Sufi-Tarajal, dann zur allgemeinen Überraschung doch noch eine Einigung erzielt und dem Streik ein Ende gesetzt werden. Angesichts der brenzligen Lage hatte die Stadtverwaltung letztendlich vermittelnd eingegriffen.

Wie nun vereinbart wurde, soll das Grundgehalt der Angestellten von 440 auf 750 Euro monatlich angehoben werden. Des Weiteren werden die vier Doppel-Gehälter, die bislang jährlich gezahlt wurden, beibehalten. Außerdem werden erstmalig die seit langem geforderten Leistungszulagen wie Zuschlag für ungesunde Arbeit und Nachtzulage gewährt.




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