Schlag gegen die Mafia: Festnahmen auf Teneriffa


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Am 18. Oktober wurden im Süden Teneriffas über 50 Hausdurchsuchungen durchgeführt und 13 Verdächtige festgenommen, die für den Camorra-Clan Nuvoletta Geld gewaschen haben sollen.

Die spanische Nationalpolizei und die Guardia Civil haben der italienischen Mafia einen schweren Schlag versetzt. Bei einer gut vorbereiteten Blitzaktion, an der um die 200 Polizisten der Nationalpolizei und der Guardia Civil teilnahmen, wurden am 18. August in Adeje und Arona über 50 Hausdurchsuchungen durchgeführt und etliche Beweismittel beschlagnahmt. Elf Italiener, eine Britin und ein Marokkaner wurden festgenommen.

Es besteht der Verdacht, dass die Festgenommenen im Auftrag des Clan Nuvoletta, einer der neapolitanischen Camorra zugehörigen Untergruppe, auf Teneriffa im großen Stil Geld gewaschen haben sollen. Ihnen wird vorgeworfen,  Immobilien-, Hotel- und Gastronomieunternehmen geführt sowie Auto- und Yachtverkauf betrieben zu haben, um das illegal in Italien gewonnene Geld reinzuwaschen.

Die teils aus Madrid eingeflogenen Polizisten fanden in einer Wohnung 150.000 Euro in bar. Der von den Verdächtigen gebaute und betriebene Komplex Marina Palace in Playa Paraíso wurde besonders ins Auge genommen. Von dort wurden dann auch die meisten der beschlagnahmten Luxusschlitten – unter anderem zwei Ferraris und ein Lamborghini – abtransportiert.

Die Verdächtigen werden nun in Madrid dem Richter vorgeführt.




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