Schenkende suchen nach dem günstigsten Angebot


Verbraucher schauen bei ihren Weihnachtseinkäufen mehr denn je auf den Preis

Die Kaufzurückhaltung der krisengebeutelten Canarios wird sich auch beim diesjährigen Weihnachtsgeschäft deutlich hervorheben. Dies fürchtet der Verband der städtischen Einkaufsgebiete, FAUCA, dessen Vorsitzender Abbas Moujir neulich erste Prognosen wagte.

Im Schnitt werden die Canarios für die Bescherung in diesem Jahr zwischen 80 und 100 Euro pro Person ausgeben, deutlich weniger als noch vor Beginn der Krise, wo bis zu 180 Euro üblich waren. Etwas höher wird der Betrag bei Spielzeug ausfallen, wo die Canarios sich offenbar großzügig zeigen und auch dieses Weihnachten bis zu 150 Euro ausgeben werden, um ihre Kleinsten zu beschenken.

Die Tendenz ist für den FACUA-Vorsitzenden klar: Die Zahl der Geschenke, die gekauft werden, ist trotz der Krise etwa gleichbleibend, mit dem Unterschied, dass die Verbraucher zu den günstigeren Waren und Angeboten greifen. „Dies ist ein deutliches Zeichen dafür, dass auch die Mittelschicht an Kaufkraft verliert“, argumentiert er.

Die Handelsbranche erwartet mit Optimismus einen Aufschwung zum Jahresende, der das schlechte Geschäft das Jahr über zumindest teilweise ausgleichen soll. Nach Auskunft von Abbas Moujir wird auf ein ähnliches Ergebnis wie im letzten Jahr gehofft. Moujir ist der Ansicht, dass die „Euphorie“ nach den Wahlen am 20. November den Konsum ankurbeln wird. Besonders hart sei momentan die Textilbranche betroffen, da aufgrund der warmen Temperaturen noch fast keine Winterartikel verkauft worden sind. Schon jetzt bieten deshalb viele Geschäfte Rabatte an.

Winterschlussverkauf

Der Termin für den Beginn des Winterschlussverkaufs bleibt auch in dieser Saison gleich. Am 7. Januar, nur einen Tag nach der großen Bescherung in Spanien, wird mit den „Rebajas“ die Schnäppchenjagd eröffnet.




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