Santa Cruz und Madrid vereinen Kräfte

Der Bürgermeister von Madrid, José Luis Martínez-Almeida (l.), und der Amtskollege von Santa Cruz de Tenerife, José Manuel Bermúdez (r.), bei der Unterzeichnung des ­Abkommens zur Förderung des Tourismus zwischen Madrid und Teneriffa foto: ayto sc

Der Bürgermeister von Madrid, José Luis Martínez-Almeida (l.), und der Amtskollege von Santa Cruz de Tenerife, José Manuel Bermúdez (r.), bei der Unterzeichnung des ­Abkommens zur Förderung des Tourismus zwischen Madrid und Teneriffa foto: ayto sc

Städte vermarkten sich gegenseitig für Kurztrips

Teneriffa/Madrid – Santa Cruz und Madrid sind Partner für verschiedene Projekte geworden, die für beide Städte von Interesse sind. Der Bürgermeister von Santa Cruz, José Manuel Bermúdez (nationalistische Coalición Canaria), traf sich mit seinem Amtskollegen in Madrid, José Luis Martínez-Almeida (konservative PP), mit dem er verschiedene Themen besprach, die für beide Hauptstädte von Bedeutung sind. Zu diesen Projekten gehört die Unterzeichnung eines Abkommens zur Förderung des Tourismus zwischen den beiden Städten. Teneriffa und Madrid verfügen über sehr gute Fluganbindungen, sodass sie aus touristischer Sicht von Maßnahmen profitieren können, die keine hohen Kosten verursachen, beispielsweise durch die Aufstellung von Plakaten in den Straßen beider Städte.

Umweltzone in Planung

Die künftige Umweltzone, die in der Hauptstadt Teneriffas eingerichtet werden soll, war ein weiterer Punkt, der auf dem Treffen diskutiert wurde. Als Vorbild wird die Umweltzone in Madrid, „Madrid Central“, dienen. Bürgermeister Bermúdez wies darauf hin, dass zu diesem Zweck eine Arbeitsgruppe gebildet wird, die sich aus Experten der Gemeinden Teneriffas und Madrid zusammensetzen wird. Für die Umsetzung der Umweltzone in Santa Cruz hat der Bürgermeister eine Finanzierung von Europa im Rahmen der „Next GenerationEU“-Fonds beantragt. Dieses Projekt wird eine Investition von 14 Millionen Euro umfassen. Die Stadt wird Kameras zur Erkennung der Nummernschilder installieren, um den Verkehr im Stadtzentrum zu reduzieren. Dort werden dann nur noch Elektrofahrzeuge, Fahrzeuge, die zu Wohngaragen fahren, Fahrzeuge zum Be- und Entladen und Rettungsdienste zugelassen.

Forderung an die ­Regierung

Weiterhin haben beide Bürgermeister die Forderung an die Zentralregierung gerichtet, die Gemeinden Spaniens finanziell zu unterstützen. „Es waren nämlich die Gemeinden, die in den schlimmsten Monaten der Pandemie die benötigten Mittel an die Bildungs- und Gesundheitszentren zur Verfügung gestellt haben“, so Bermúdez. „Außerdem haben die Gemeinden Masken und hydroalkoholisches Gel an die Familien verteilt, die sich diese Schutzmittel nicht leisten konnten“, unterstrichen beide Bürgermeister. Das Geld dafür kam aus den Kassen der Gemeinden, und beide sind sich einig, dass die Gemeinden mit diesen Kosten allein gelassen wurden.

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