Santa Cruz’ Projekte in Gefahr


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Kürzungen bedrohen alle Vorhaben von Teneriffas Hauptstadt

Wie alle anderen Behörden ist auch das Rathaus von Santa Cruz über den neuen Staatshaushalt und dessen Kürzungen empört, denn sowohl die Beendigung von Großprojekten als auch andere wichtige Vorhaben sind in Gefahr.

Noch wurde der Staatshaushalt nicht endgültig bestätigt, doch der Entwurf sieht weder einen Posten für das Großprojekt der Vía litoral (Untertunnelung der Uferstraße und Öffnung der Innenstadt zum Meer) noch für den Bau der Verbindung von Ofra und El Chorrillo vor. Auch hat der Staat nicht einen Euro für den dringend benötigten Wellenbrecher von San Andrés und die Sicherung des derzeit gesperrten Strandes von Las Gaviotas vorgesehen. Ebenso wenig wurden die vorgesehenen Instandsetzungen der Ortsteile La Salud und El Toscal bedacht. Nur der Bucht von Valleseco, die schon seit Jahren in einen Strand umgewandelt werden soll, werden 100.000 Euro zugestanden, benötigt werden allerdings zehn Millionen Euro.

Bürgermeister José Manuel Bermúdez erklärte empört in einem Interview mit dem Radiosender ABC Punto Radio Tenerife, der neue Staatshaushalt werde zweifelsohne für „mehr Arbeitslosigkeit und Armut“ in der Gemeinde sorgen.

Besonders der fehlende Posten für die Vía litoral entrüstete den Bürgermeister, der aufgrund fehlender Alternative die Verkehrsader noch bedeutender als den sich ebenfalls im Bau befindenden Straßenring Teneriffas einstufte. Im Falle eines Baustopps würde sich dies äußerst negativ auf den Verkehr und den Zugang der Kreuzfahrttouristen zur Innenstadt auswirken, so Bermúdez. Darüber hinaus befänden sich rund 200 Arbeitsplätze in Gefahr. Der Bürgermeister will sich in Kürze mit allen am Projekt Beteiligten und auch mit Paulino Rivero, Präsident der Kanarischen Inseln, treffen, denn schlussendlich wird die Regionalregierung über Fortführung oder Einstellung der Bauarbeiten entscheiden.




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