Santa Cruz de Tenerife strebt Aufnahme des Karnevals in UNESCO-Welterbe an


Bis Ende 2009 soll das Dokument für die Kandidatur fertig sein

Der äußerst aktive Vizebürgermeister von Teneriffas Hauptstadt, Ángel Llanos, der zusammen mit Maribel Oñate auch das Amt für Festlichkeiten leitet, hat sich ein neues Ziel gesteckt. Er möchte den Karneval von Santa Cruz auf die Liste des UNESCO-Welt­erbes setzen – als „nichtmaterielles Gut“.

Wie Llanos mitteilte, arbeiten das Amt für Festlichkeiten und der Wirtschaftsförderungsverband der Stadt schon seit sechs Monaten an der Strukturierung der Kandidatur, die innerhalb der nächs­ten zwei Jahre fertiggestellt werden soll.

„Der Karneval ist der größte Schatz, den die Bevölkerung dieser Stadt besitzt“, erklärten Llanos und Oñate, und deshalb müssen sich alle Bürger für das Gelingen dieses Vorhabens einsetzen.

Die Ernennung zum Welterbe der UNESCO würde die bislang größte internationale Werbung für das Fest bedeuten, unterstrich Llanos. Maribel Oñate zählte einige Besonderheiten des Karnevals auf, die ihrer Ansicht nach die Chancen auf eine erfolgreiche UNESCO-Kandidatur erhö­hen: Der Karneval von Santa Cruz ist ein generationsübergreifendes Fest, an dem sich Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren gleichermaßen beteiligen. Die Bürger nehmen in großer Zahl und aktiv und künstlerisch an dem Fest teil – sie entwerfen Kostüme, texten Lieder, führen Tänze auf. Außerdem verdiene der Karneval die Auszeichnung „Welterbe“ auch seiner langen Tradition wegen, die Krisen und sogar der Diktatur getrotzt hat.

Die Leitung des Unternehmens UNESCO-Kandidatur wird Oswaldo Brito übernehmen, der in den Jahren 1986-1988 schon an der Ausarbeitung der Kandidatur der Stadt La Laguna mitgewirkt hatte. Das entsprechende Dokument will Brito vor Dezember 2009 fertig haben, um es bei der Organisation der Vereinten Nationen einreichen zu können.




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