Sandloch als Todesfalle


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Deutscher buddelte … und erstickte fast

Am 20. September gab sich ein 23-jähriger Deutscher am Strand von Arenal in Bajamar einem beliebten Strandvergnügen hin: er buddelte vergnügt im Sand.

Doch dieser junge Mann hatte Großes vor: zwei Löcher, jedes mehr als zwei Meter tief, sollten durch einen Tunnel miteinander verbunden werden. Den ganzen Tag über grub der Deutsche mit bloßen Händen. Pech nur, dass der Sand sich plötzlich löste und ihn unter sich begrub.

Fünf Badegäste, unter ihnen ein Guardia Civil-Beamter außer Dienst, eilten dem Verunglückten zu Hilfe. Es vergingen bange Sekunden des hastigen Grabens, doch schließlich befand sich der Kopf über Sand und bis zum Hals frei. Der Rettungsdienst 112 wurde verständigt und schickte einen Krankenwagen, einen mit medizinischen Instrumenten ausgestatteten Hubschrauber, einen weiteren Rettungshubschrauber, die Feuerwehr, die Lokalpolizei, die Nationalpolizei und den Zivilschutz zur Unglücksstelle. Die Rettungskräfte befreiten den Mann zur allgemeinen Erleichterung vollständig und stellten fest, dass er keine körperlichen Verletzungen davongetragen hatte. Der Stolz des jungen Mannes dürfte jedoch angeknackst sein, ging die kuriose Nachricht mit entsprechenden Bildern doch am nächsten Tag durch etliche deutsche und spanische Medien.

Die Rettungsaktion kostete die kanarische Regierung mehr als 20.000 Euro. In Deutschland müsste der junge Mann die Kosten aufgrund von fahrlässigem Handeln selbst tragen.




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