Ryanair-Maschine sorgt für Chaos am Flughafen Teneriffa Süd

Über ihren Twitter-Account veröffentlichten die Fluglotsen ein Foto der Maschine auf der Startbahn. Foto: Twitter Controladores Aereos

Über ihren Twitter-Account veröffentlichten die Fluglotsen ein Foto der Maschine auf der Startbahn. Foto: Twitter Controladores Aereos

Die Startbahn war mehrere Stunden lang blockiert

Teneriffa – Die Tourismusbranche hat sich in diesem Sommer nachhaltig erholt. Vollbesetzte Flugzeuge landen auf den kanarischen Flughäfen mit gut gelaunten Urlaubern aus verschiedenen Ländern Europas. Am letzten Augustwochenende sorgte jedoch ein Zwischenfall auf Teneriffas Südflughafen für Unruhe und Besorgnis. Eine Ryanair-Maschine, welche die Insel mit der britischen Stadt Bournemouth verbinden sollte, blockierte die Startbahn volle vier Stunden lang, bis das Flugzeug schließlich abgeschleppt werden konnte.

Bei dem Flugzeug handelte es sich um eine Maschine des Typs Boeing 737-800 von Ryanair, die gegen 12.45 Uhr das Startmanöver abbrechen musste. Ein Passagier des Fluges erklärte später: „Das Flugzeug wollte abheben, es hat beschleunigt, und dann bog es rechts ab und dann wieder nach links, und dann bremste es stark ab. Es war wirklich beängstigend“. Die Passagiere mussten eine Stunde lang in dem Flugzeug sitzen bleiben, bevor sie zum Terminal zurückgebracht wurden.

Wie die Fluglotsen auf ihrem Twitter-Account mitteilten, scheiterte der Start, weil sich die Bremsen sehr schnell und sehr stark erhitzt hatten, sodass sie blockiert wurden und das Flugzeug zum Stillstand kam. Bis 19.00 Uhr wurde der Flugverkehr unterbrochen, und weder Abflüge noch Landungen waren möglich. Zwölf Maschinen, die Teneriffa Süd anfliegen wollten, mussten nach Teneriffa Nord (5), Gran Canaria (6) und Faro (1), Portugal, ausweichen. Zwei Flüge nach Island, ein Flug nach Gran Canaria und ein weiterer nach Frankreich mussten annulliert werden.

Probleme in der Luft

Das war jedoch nicht das einzige Ereignis, das den Flughafen Teneriffa Süd in den letzten Tagen belastet hat. Am 28. August musste ein Flug, kurz nachdem er gestartet war, wegen gesundheitlicher Probleme eines Kindes zum Flughafen César Manrique auf Lanzarote umgeleitet werden. Das Kind wurde an Bord des Flugzeugs von medizinischem Personal behandelt und später in ein Krankenhaus gebracht. Außerdem wurde noch berichtet, dass eine Flugbegleiterin von Easyjet Mitte August einen schrecklichen Zwischenfall auf dem Flug von Manchester nach Teneriffa Süd erlebt hat. Sie erhielt eine Morddrohung von zwei augenscheinlich betrunkenen Passagieren, denen sie aufgrund ihres Zustandes das Boarding und die Beförderung nach Teneriffa verweigerte.

Die zwei Männer hatten zuvor offenbar jeweils bis zu acht Gläser Whisky und Brandy getrunken und schon vor dem Einsteigen Mitglieder der Besatzung und andere Mitreisende beschimpft.
Die bedrohte Flugbegleiterin konnte aufgrund ihres nervlichen Zustandes den Flug nicht antreten. Gegen die Unruhestifter wurde Anzeige erstattet.

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