Ryanair auf dem Weg nach Teneriffa?


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Die Billigflugairline hat sich um das Handling auf Teneriffas Nordflughafen beworben

Die Billigflugairline Ryanair scheint erste Schritte zu unternehmen, um das Terrain für eine Flugverbindung zwischen dem europäischen Festland und Teneriffa vorzubereiten. Wie die spanische Zivilluftfahrtbehörde Aena mitteilte, hat sich Ryanair für eine Handlinglizenz auf Teneriffas Nordflughafen Los Rodeos beworben.

Zu dem von Aena ausgeschriebenen Wettbewerb haben sich sieben weitere Unternehmen gemeldet, die alle an der Übernahme des Bodendienstes auf Teneriffa-Nord interessiert sind.

Branchenkundige erklärten, dass es zur üblichen Vorgehensweise von Ryanair passt, dass als erster Schritt ein Handlingposten auf dem Flughafen übernommen wird, der künftig angeflogen werden soll. Also scheint es tatsächlich im Bereich des Möglichen zu liegen, dass die irische Billigairline Teneriffa ins Visier genommen hat.

Ryanair ist zusammen mit Easyjet eine der wichtigsten Billigfluglinien Europas. Günstigste Preise und ein großes Streckennetz machen den Erfolg von Ryanair aus. Teneriffas Cabildo und die Unternehmer aus dem Hotelgewerbe hoffen schon seit längerem darauf, dass Ryanair oder andere Billigflieger ihre Routen bis auf den Archipel ausdehnen.

Dem stand allerdings bislang die Strategie von Ryanair im Weg, denn der Erfolg und die Rentabiliät des Billigfliegers liegt unter anderem darin begründet, dass die Strecken eine begrenzte Länge und Flugdauer haben. Eine weitere Hürde stellen die Lande- und Startgebühren dar, denn die kanarischen Flughäfen erheben höhere Gebühren als Sekundärflughäfen, die von Ryanair angeflogen werden. 

Aena hat Handlinglizenzen übrigens nicht nur für den Flughafen Los Rodeos ausgeschrieben, sondern auch für Teneriffas Südflughafen Reina Sofía, Gran Canaria, Lanzarote und Fuerteventura. An diesen Inselflughäfen hat Ryanair bislang allerdings kein Interesse gezeigt.

Auf dem spanischen Festland hat die Billigairline sich um die Übernahme des Bodendienstes auf den Flughäfen Málaga, Sevilla und Santiago de Compostela beworben.




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