Rundumerneuerung für die Hotels von Puerto de la Cruz


© Moisés Pérez

In den letzten 24 Jahren gingen 5.300 Hotel- und Apartmentbetten verloren

Schon seit geraumer Zeit gilt die frühere Urlaubsmetropole Puerto de la Cruz als veraltet. Die nun vom Tourismus-amt veröffentlichten Zahlen über den Rückgang der Bettenzahl belegen, dass die im letzten Jahrzehnt schwindende Besucherzahl die Hoteliers hart getroffen hat.

Der vom Konsortium zur Neubelebung von Puerto de la Cruz ausgearbeitete Modernisierungsplan (das Wochenblatt berichtete) soll nun endgültig die Talfahrt beenden und den Wandel bringen.

Nach Angaben von Teneriffas Tourismusamt gab es 1989 noch fast 27.300 Hotel- und Apartmentbetten in Puerto de la Cruz. Im vergangenen Jahr waren es dagegen nur noch rund 22.000, also 5.300 Betten weniger. Die Experten sind dennoch kaum beunruhigt, schließlich überwiegt die Zahl abgeschaffter Apartmentbetten. Außerdem stufen sie den Bettenverlust als normal bei einem Urlaubsort ein, der sich zu modernisieren sucht. Von einer „Bereinigung“ des Angebots ist die Rede. Nun soll es nur noch bergauf gehen, sowohl mit den Urlauberzahlen als auch mit der Bettenzahl. Das Tourismusamt und das Konsortium gehen davon aus, dass bis 2016 fast 800 neue Betten geschaffen und etliche Unterkünfte eine umfassende Renovierung durchführen werden.

Dem Modernisierungsplan, der bürokratische Hürden abgebaut und finanzielle Reize zur Instandsetzung veralteter Unterkünfte geschaffen hat, haben sich mittlerweile 23 Hotels und Apartmenthäuser angeschlossen. Eine Kapazität von fast 6.000 Betten soll erneuert werden.

Auch der Bau von zwei neuen Viersternehotels in El Taoro und La Paz wurde innerhalb des Programms vorgesehen. Allerdings fehlen dafür noch Investoren. Auch dem Aufruf des Hotelverbandes Ashotel und des Tourismusamtes der Insel, ein konkretes Angebot auszuarbeiten und sich von der Konkurrenz abzuheben, sind diverse Unterkünfte gefolgt. So will sich das Hotel Marte auf den Wandertourismus konzentrieren, das Hotel San Telmo ein umfassendes Wassersportprogramm bieten und das Hotel Marquesa seinen historischen Charakter hervorheben.




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