Rückblick


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Die wichtigste Nachricht vor 30 Jahren

In unserer Ausgabe vom 23. März 1986 ging es um ein Ereignis, das wohl einmalig auf der Insel bleiben wird: Das Fest der Sterne. Es lockte nicht nur mehr als 50.000 Menschen an, die während der Nacht den Teresitas-Strand bevölkerten, sondern verursachte auch den größten Verkehrsstau aller Zeiten. Das Astrophysikalische Institut der Kanaren hatte dieses Fest organisiert, um den Kometen „Halley“ zu zeigen, der in dieser Nacht am Himmel sichtbar werden sollte. Außerdem war ein umfangreiches Rahmenprogramm organisiert worden – Aufführung des Spielberg-Films „Begegnung in der dritten Ebene“, Vorträge, Folklore, Livemusik etc., um die Zeit bis fünf Uhr zu überbrücken. Dann sollte der Komet zu sehen sein. Allerdings hatten sich die Veranstalter auf maximal 20.000 Besucher eingerichtet, und so war das Chaos vorprogrammiert.

In unserer Ausgabe vom 23. März 1986 beschäftigten wir uns mit dem Fest der Sterne, aber auch mit dem Wirbel, den diese Veranstaltung verursacht hat. Am Strand herrschte eine Superstimmung und „High Life“. Es gab Getränke und Tanz, wie beim Karneval, aber ohne Kostüme. Verschiedene Bands heizten die Stimmung an, um den „Sternguckern“ die Wartezeit zu verkürzen. 

Die Nachricht:

Der größte Verkehrsstau aller Zeiten

50.000 Menschen kamen zum Fest der Sterne

Zum größten Verkehrsstau aller Zeiten artete das Fest der Sterne aus, das vom Astrophysikalischen Institut der Kanaren am Teresitas-Strand organisiert wurde, um den vielen Interessierten den Halley-Kometen zu zeigen. Mit höchstens 20.000 Personen hatten die Veranstalter gerechnet, doch der Halley brach sämtliche Rekorde. In der dunklen Nacht waren Schätzungen schwer, doch haben sich sicher 50.000 bis 75.000 Menschen zum Fest der Sterne eingefunden. Schon in der Nacht gab es ein riesiges Verkehrsproblem, der Stau reichte bis Santa Cruz. Viele kehrten um oder ließen ihr Auto einfach am Straßenrand stehen und machten sich zu Fuß auf den Weg. Eine nächtliche Völkerwanderung. Und der Halley, die meisten haben ihn wohl überhaupt nicht gesehen, denn er verschwand ruck-zuck hinter einer Wolke. Und die einen Blick erhaschen konnten, fanden ihn ziemlich klein. „Wie ein Fliegenschiss am Himmel“ kommentierte eine Sternguckerin enttäuscht.




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