Rivero verspricht Lösung für das Problem der Ferienvermietungen


© ASCAV

Der kanarische Regierungspräsident empfing die Vertreter von ASCAV in Santa Cruz

Der Präsident der kanarischen Regierung, Paulino Rivero, hat nach einem Treffen mit Vertretern der kanarischen Vereinigung für Ferienvermietung – Asociación Canaria del Alquiler Vacacional (ASCAV) – versichert, sich den vorgetragenen Problemen anzunehmen.

Die Präsidentin der kürzlich gegründeten ASCAV, Doris Borrego, erinnerte bei dem Treffen an die Tatsache, dass etwa 10% der Besucher, die auf die Kanarischen Inseln kommen, lieber in Ferienwohnungen urlauben, als in Hotels. Allein in 2013 waren das 1,3 Millionen Urlauber, die nebenbei rund eine Milliarde Euro in die kanarischen Kassen spülten und direkt oder indirekt für 34% der Arbeitsplätze im Tourismus sorgten und 33% des des touristischen Bruttoinlandsprodukts ausmachten.

Borrego erinnerte bei dem Treffen an die 53.000 kanarischen Familien, die als Besitzer von Ferienwohnungen derzeit völlig verunsichert sind, angesichts der rund 7.500 Strafen  zwischen 8.000 und 60.000 Euro, die die kanarische Regierung wegen der Ausübung einer touristischen Aktivität ohne Lizenz verhängt hat. Doch eine legale Ausübung dieser Vermietungen ist – mangels entsprechender Gesetzgebung durch die Regionalregierung – bisher unmöglich. Seit Monaten fordert die ASCAV eine Regulierung und konnte dies nun dem Präsidenten persönlich – zusammen mit 19.228 gesammelten Unterschriften – übermitteln. Rivero gab sich überrascht von der Dringlichkeit des Problems und versprach, innerhalb eines Monats zu reagieren.

Bei den Gesprächen wurde auch über den Standpunkt der Hoteliers gesprochen, die die  Ferienvermietungen als „unlauteren Wettbewerb“ bzw. „Schattenwirtschaft“ bezeichnen. Doch die ASCAV verlangt, genau dies zu vermeiden.

Durch die Regulierung soll eine gesetzliche Basis geschaffen werden, sodass die Vermieter ihre Ferienwohnungen regulär anmelden und dafür Abgaben bezahlen können.




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