Reifenpanne legte Südflughafen lahm


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Als die Norwegian-Maschine beschleunigte, platzten beide Reifen und der Start wurde abrupt abgebrochen

Der Start des Norwegian-Fliegers von Teneriffa Süd nach Berlin war am 23. November für 9.30 Uhr vorgesehen. Die Maschine mit 183 Passagieren und sechs Besatzungsmitgliedern an Bord befand sich bereits auf der Startbahn, die Piloten beschleunigten, als die B737 plötzlich abrupt abgebremst wurde.

Beide Reifen des Hauptfahrwerks waren geplatzt. Das Flugzeug blieb mitten auf der Start- und Landebahn liegen.

Umgehend wurden die Passagiere und die Besatzungsmitglieder, von denen glücklicherweise niemand verletzt wurde, mit Bussen zum Terminal gebracht. Der Flughafen wurde gesperrt und in den folgenden Stunden knapp 30 Flüge nach Gran Canaria (15), Teneriffa Nord (7), Fuerteventura (6) oder Lanzarote (2) umgeleitet. 

Die Flughafenleitung sah sich jedoch noch einem ganz anderen Problem gegenüber: mitten auf der Start- und Landebahn stand ein Koloss mit 17.000 Litern Kerosin in den Tanks. Es galt, die Entscheidung zu treffen, die Maschine abzuschleppen oder die Reifen auf der Piste zu wechseln. Schließlich  wurde aus Sicherheitsgründen zuerst das Kerosin abgepumpt und daraufhin die Maschine abgestützt, um die komplett zerfetzten Reifen abzuziehen und neue zu montieren. 

Gegen 13.30 Uhr konnte der Flieger endlich von der Piste geschleppt und der Flughafen wieder freigegeben werden. 

Bis 18.00 Uhr waren alle auf andere Inseln umgeleiteten Maschinen auf Teneriffa eingetroffen. 

Alberto Martín, Vertreter des Flughafenbetreibers AENA, kündigte die Einleitung einer Untersuchung über die Ursachen für die Reifenpanne an.

Derweil äußerten Experten, es gäbe eine ganze Reihe von möglichen Ursachen, angefangen von einem schlechten Zustand der Reifen bis zu einem Objekt auf der Piste, welches die Reifen aufgeschlitzt habe. Allerdings wird die Start- und Landebahn aus diesem Grund mehrmals am Tag gesäubert. 




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