Regulierung von „All Inclusive“ gefordert


Die schlechte Qualität schadet dem Image der Kanaren

Die Kommission des „Todo Incluido“ (All Inclusive), die sich aus Vertretern der verschiedenen Gewerkschaften und Unternehmerverbände sowie vom Rent a car- und Taxiverband zusammensetzt, hat die kanarische Regierung aufgefordert, das Phänomen des „All Inclusive“ zu reglementieren.

Sie verlangt unter anderem, dass die Leistungen, die dieses Angebot enthält – Speisen, Getränke, alkoholische Drinks und Freizeitangebote – der Kategorie des jeweiligen Hotels entspricht.

Schlechte Qualität schädigt das Ansehen des kanarischen Hotelgewerbes

Die ausgesprochen schlechte Qualität des „All Inclusive“ wo die Gäste Schlange stehen müssen, um ein Getränk zu erhalten, das ihnen dann in Plastikbechern serviert wird, schädige das Ansehen des kanarischen Hotelgewerbes. Derartige Verhältnisse sind nach Angaben der Gewerkschaften auch in Hotels der gehobenen Kategorie zu finden.

Außerdem sind auch Geschäfte und Restaurants betroffen. Im Süden Gran Canarias mussten schon zahlreiche private Unternehmen schließen. „Die Hotels entlassen nach und nach ihr Service-Personal, weil sich die Gäste ja selbst bedienen“, beklagt sich der Sprecher des Gewerkschaftsverbandes CCOO.

Die Kategorie der Hotels muss gewährleistet bleiben

Es geht der Kommission nicht darum, dass diese neue Urlaubsmodalität abgeschafft wird, sondern die Qualitätsvorschriften eingehalten werden, wie sie der Kategorie des Hotels entsprechen. Inzwischen offerieren auch Appartementhäuser und Bungalowanlagen derartige Urlaubspakete ohne dafür autorisiert zu sein. Sie schließen Verträge zu Dumpingpreisen mit nahe gelegenen Restaurants oder lassen sich von Caterings beliefern.

„Erschwerend“, so die Gewerkschaften „kommt hinzu, dass viele Häuser internationalen Hotelketten gehören und der Preis der für All Inclusive kassiert wird, nicht einmal auf den Kanaren ankommt“.




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