Puerto will Prostitution und Straßenhandel verbieten


Umstrittene Initiative im Stadtrat

Eine Initiative der Coalición Canaria und der Partido Popular im Stadtrat von Puerto de la Cruz sorgt derzeit für Aufsehen.

Der für Sicherheit zuständige Luis Miguel Rodríguez will, den Beschwerden vieler Bürger und Geschäfte folgend, die Prostitution auf den Straßen der Stadt verbieten und mit Bußgeldern von 700 bis 1.200 Euro sanktionieren. Eine ähnliche Regelung gibt es bereits in Granada, Sevilla, Málaga und Barcelona. Gleichzeitig soll der ambulante Straßenhandel verboten werden sowie wildes Plakatieren, Vandalismus und der bei der Jugend beliebte „Botellón“, das sind nächtliche Treffen auf öffentlichen Plätzen, bei denen die Autoradios laut aufgedreht werden und reichlich mitgebrachter Alkohol konsumiert wird. Diese preiswerte Alternative zum teuren Barbesuch findet natürlich nicht den Beifall der Anwohner.

Wie üblich wurde diese Initiative von der sozialistischen Opposition im Stadtrat scharf kritisiert. Der PSOE-Abgeordnete Domingo Yanes griff zu starken Worten und nannte den Vorschlag ein „Modell des 19. Jahrhunderts, das von einem faschistischen Militär stammen könnte“. Er wies darauf hin, dass eine solche Regelung auf den Kanaren sonst nicht existiert und kündigte einen Gegenentwurf seiner Partei an.




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