Protest am Las Teresitas-Strand


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Etwa 500 Personen waren dem Aufruf zur Demonstration gefolgt

Als absoluten „Misserfolg“ bezeichneten lokale Medien die Demonstration, die am 24. Februar am Las Teresitas-Strand stattfand.

Zu dem Protest aufgerufen hatte Asamblea por Tenerife, eine Art Dachverband mehrerer Bürgerinitiativen sowie kultureller, gewerkschaftlicher und Umweltorganisationen, die damit nicht zuletzt ihren Unwillen wegen der zahlreichen Ungereimtheiten kundtun wollten, die im Hinblick auf den Verkauf von Grundstücken hinter und bei dem Strand aufgetreten sind und seit längerem untersucht werden.

Rücktritt von Bürgermeister gefordert

Hauptziel der Demonstration war die Forderung, dass sämtliche Bau- und Umgestaltungsarbeiten, die am und um den Strand stattfinden, umgehend eingestellt werden, bis alles geklärt ist. Vor allem aber sollte der Rücktritt von Santa Cruz’ Bürgermeister Miguel Zerolo gefordert werden, der als einer der Hauptverdächtigen in dem Fall gilt. Dem Aufruf gefolgt waren letztendlich nach Medienberichten etwa 500 Personen, was im Vergleich zu anderen ähnlich ausgerichteten Demonstrationen tatsächlich wenige sind. Auffällig war dabei, dass sich unter den Demonstranten, die sich gegen 12 Uhr an dem Strand einfanden, zahlreiche Vertreter von links orientierten Parteien befanden.

Zeitgleich fand im danebenliegenden Ort San Andrés eine Wahlveranstaltung der konservativen PP statt, bei der es Gratis-Paella für alle gab. Viele Demonstranten sahen darin einen der Gründe dafür, dass nur so wenige Menschen dem Protestaufruf gefolgt waren. Insbesondere wurde auch die Teilnahme von Einwohnern von San Andrés vermisst, die besonders großes Interesse an der Zukunft ihrer Umgebung haben müssten.




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