Projekt des Hafens von Fonsalía in Auftrag gegeben


Die Pläne sehen eine Geschäftszone, einen Sport- und einen Fischerhafen vor

Das Ressort für öffentliche Bauten und Transportwesen der kanarischen Regierung hat die Ausarbeitung des Projektes für den zukünftigen Hafen in der Zone Fonsalía, Gemeindegebiet Guía de Isora in Auftrag gegeben.

Das Ingenieurbüro Berenguer Ingenieros SL hat mit seinem Kostenvoranschlag von rund 590.000 Euro den Zuschlag erhalten. Das geht aus einer Veröffentlichung im Offiziellen Anzeiger der Kanaren hervor.

Das Projekt war am 6. März dieses Jahres öffentlich ausgeschrieben worden und bedeutet eine radikale Veränderung dieser Küstenzone und ihres Umfeldes. So soll die geplante Autobahn, die in mittlerer Höhe verlaufen wird, eine eigene Abfahrt zum zukünftigen Hafen erhalten.

Die Pläne sehen eine Infrastruktur großen Ausmaßes vor, die teilweise aus europäischen Fonds finanziert wird. Vorgesehen ist eine schwimmende Struktur die über eine breite Brücke erreicht wird, um auf diese Weise die Küstenzone zu schützen.

Ein Handelshafen mit einer Linie von Anlegern für Kreuzfahrtschiffe und eine weitere für die Ferrys des interinsularen Fährverkehrs sowie ein Fischerhafen sind vorgesehen. In einer zweiten, völlig unabhängigen Zone wird ein Yachthafen für Sportboote mit großzügigen Parkplätzen sowie das Verwaltungsgebäude des Hafenkapitäns entstehen. Wie die Verantwortlichen versicherten, wird es sich keinesfalls um einen Industriehafen handeln, so ist beispielsweise keine Zone für die Lagerung von Containern eingeplant.

Die Hafenzone ist in dem insularen Plan der Bodenordnung PIOT als strukturelle „Operation“ ausgewiesen und erstreckt sich von Playa de San Juan bis nach Alcalá. Zwischen den beiden Ortsteilen befindet sich Fonsalía. Die Verantwortlichen legen Wert auf die Feststellung, dass der Charakter der beiden Ortschaften durch den Hafenbau nicht beeinträchtigt werden soll.

Die Pläne sehen einen Hafen vor, der sich in das Netz der kanarischen Häfen dieses Typs einreiht.

Dort sollen jährlich rund zwei Millionen Passagiere abgefertigt werden können. Auf dieser Basis soll das Hafenprojekt Fonsalía ausgearbeitet werden.

Danach können Änderungen in Bezug auf Dimensionen und Service-Einrichtungen durchgeführt werden. Es werden mindestens noch zwei Jahre ins Land gehen, bevor die Bauarbeiten beginnen können, denn es sind noch einige bürokratische Hürden zu überwinden.




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