Prinzessin eröffnet Königreich


© Siam Park

In Adeje wurde Europas größter Wasserfreizeitpark – Siam Park – eingeweiht

Das Königreich des Wassers, Siam Park, Teneriffas neue Erlebniswelt und absolutes Nonplusultra in Europa, wurde am 15. September feierlich eröffnet. Und zwar, wie es sich für ein Königreich gehört, von Ihrer Königlichen Hoheit Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn von Thailand. Wolfgang Kiessling gelang mit der Eröffnungsfeier des Siam Park wieder einmal, wie schon bei der Einweihung der Orca Arena im Loro Parque, das größte gesellschaftliche Event der Saison.

Teneriffas Bischof erteilte der neuen Touristenattraktion den Segen, woraufhin zur offiziellen Einweihung geschritten wurde. Umringt von Kiessling Senior und Junior, dem kanarischen Regierungschef Paulino Rivero, Teneriffas Cabildo-Präsident Ricardo Melchior und den Bürgermeistern von Adeje und Arona, José Miguel Rodríguez Fraga und José Alberto González Reverón, und im Beisein von 2.000 geladenen Gästen und rund 180 Reportern durchschnitt Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn feierlich das aus Blumen gefertigte Eröffnungsband und erklärte den spektakulären Wasserpark für eröffnet.

„Ein mystischer, exotischer, schöner und geschmackvoller Park“

Es folgte ein Rundgang durch die Anlage, bei dem den Ehrengästen die Besonderheiten der einzelnen Attraktionen erläutert wurden, und auch die übrigen Gäste konnten sich in der exotischen Anlage umschauen. Auf dem künstlichen Strand standen dann Stühle für die Gäste und ein Rednerpult bereit. Nach der Eröffnungsrede von Parkdirektor Christoph Kiessling ergriff Senior Wolfgang Kiessling das Wort. Die Grundidee sei von Anfang an gewesen, „einen mystischen, exotischen, schönen und geschmackvollen Park zu schaffen“, sagte Kiessling. Dass dies gelungen ist, springt förmlich ins Auge, und er selbst äußerte seine Zufriedenheit mit dem Ergebnis. Mit Siam Park hat der deutsche Erfolgsunternehmer Europas größten Wasserpark geschaffen, der in vielerlei Hinsicht Weltniveau hat. Anekdotisch würzte Kiessling sen. seine Rede mit der Feststellung, dass sein weltberühmter Loro Parque bei der ersten Eröffnung im Jahr 1970 mit 13.000 qm gerade mal so groß war wie heute das Wellenbad am Siam Park-Strand. „Wie die Dinge sich ändern..“, stellte er fest. Sein Dank ging in erster Linie an die thailändische Königsfamilie für ihre Unterstützung, und natürlich an alle regionalen Institutionen und Unternehmer. Regierungspräsident Rivero schwärmte in seiner Ansprache: „Siam Park überwindet die Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit“ und unterstrich die Bedeutsamkeit des Vergnügungsparks für die regionale Wirtschaft.

Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn lobte in ihrer Rede die aufwendige und doch so gelungene Planung eines Parks dieser Größenordnung und erinnerte sich an die langjährige Verbindung ihrer Familie mit Teneriffa. Schon ihr Großvater und Vater hätten ihr Bilder von ihren Reisen auf die Insel gezeigt. Abschließend wünschte sie der Familie Kiessling viel Erfolg mit diesem neuen Projekt. Ein großartiges Feuerwerk und eine Lasershow krönten den offiziellen Teil der Einweihungsfeier, die mit Musik und Tanz erst spät am Abend zu Ende ging.

„Hommage an den Zauber des Orients“

Wolfgang Kiessling ist seiner Liebe zum fernöstlichen Stil bei der Planung von Siam Park treu geblieben. Die Bauweise ist deutlich thailändisch geprägt, eine Hommage an „den Zauber des Orients, die Sensibilität und Freundlichkeit der Bevölkerung, die üppige Exotik und das Geheimnisvolle, von dem das alte König­reich Siam umgeben ist“, erklärte Christoph Kiessling.

Alle Einzelheiten in Architektur, Gartenbau, Technologie und Dekoration wurden von Spezialisten aus aller Welt, unter Berücksichtigung höchster Qualitätsmaßstäbe, entworfen. In diesem Rahmen wurde auch der Architekt und Professor der Universität Bangkok, Herr Ruthai, beauftragt, die Details jedes einzelnen Gebäudes und jeder einzelnen Skulptur im Einklang mit dem orientalischen Glauben authentisch zu gestalten. Dabei wurde ganz bewusst auf religiöse Symbolik wie Buddha-Statuen verzichtet, um die Gefühle der Thailänder nicht zu verletzen.

Der Künstler Paolo Bonanno, artistischer Direktor, hat alle Skulpturen, wie beispielsweise den riesigen Drachen oder den weißen Elefanten, der als Glücksbringer am Eingang postiert wurde, geschaffen.

Umweltmaßstäbe

„Siam Park“ knüpft an die Umweltmaßstäbe der anderen Unternehmen der Loro Parque Gruppe an. Hohe Priorität hat für die Unternehmensleitung bei einem Projekt dieser Ausmaße die Umweltverträglichkeit und der schonende Umgang mit natürlichen Ressourcen. Das Wasser für den Park wird über einen geschlossenen Kreislauf direkt aus dem Meer in ein Bassin gepumpt, von dem aus es zu einer eigens für Siam Park gebauten Entsalzungsanlage weitergeleitet wird. Auf diese Weise werden konstant bis zu 600 Kubikmeter pro Tag gefiltert, die auf die verschiedenen Becken des Wassersparks verteilt und anschließend über eine Kläranlage für die Bewässerung der Grünanlagen wiederverwertet werden. Für die Energieversorgung ist die erste Erdgasanlage der Kanarischen Inseln zuständig, wodurch bei der Beheizung der Pools 70% weniger Schadstoffe ausgestoßen werden als es mit herkömmlichen Energiequellen der Fall wäre.

Ein für die Wirtschaft der Kanarischen Inseln wichtiger Faktor ist zudem die Schaffung von über 250 Arbeitsplätzen seit Beginn der Bauarbeiten. So haben Arbeiter aus 25 Nationen gemeinsam dazu beigetragen, aus diesem Ort einen einzigartigen Park zu errichten.

Wasserspaß ohne Ende

Einige Tage vor der offiziellen Einweihungszeremonie hatten Loro Parque Generaldirektor Wolfgang Kiessling und Siam Park Direktor Christoph Kiessling zu einer Pressekonferenz im Park geladen. Dabei wurde deutlich: Siam Park ist Wasserspaß und Vergnügen in einer neuen Dimension. Sensationell ist für Wolfgang Kiessling bekanntlich gerade spektakulär genug. Der Gründer des berühmten Loro Parque ist immer auf der Suche nach dem Außergewöhnlichen, nach neuen Herausforderungen und möglichst noch nie dagewesenen Attraktionen. Und mit Siam Park trifft er erneut ins Schwarze.

Der 185.000 qm große Wassererlebnispark direkt oberhalb von Las Américas bietet vom thailändischen Floating Market und Teehaus über Wasserrutschen der verschiedensten Art bis hin zu neuen Attraktionen für besonders Abenteuerlustige. Wie die 28 Meter lange, fast senkrechte Kamikazebahn, der „Tower of Power“. Nach der rasanten Fahrt die Rutschbahn hinunter, bei der je nach Körpergewicht bis zu 40 km/h erreicht werden, flitzt man durch einen gläsernen Unterwassertunnel, der ein Becken mit über 13.000 tropischen Fischen und furchteinflößenden Alligatoren durchquert. Wirklich nur etwas für besonders Mutige.

Natürlich bietet die fernöstliche Erlebniswelt auch für weniger wagemutige Besucher allerlei Abwechslung. Der „Mai Thai River“ ist ein 1.200 m langer langsam fließender Strom – übrigens der Längste der Welt –, auf dem sich die Besucher auf Schwimmreifen gemütlich treiben lassen können. Aufgrund seiner außerordentlichen Maße ist der Drache, der die nach ihm benannte Attraktion „El Dra­gón“ bewacht, eine weitere Attraktion des Parks. Auf einem riesigen Gummireifen, in dem mehrere Personen Platz haben, geht die Fahrt durch eine Röhre hinein in einen riesigen Trichter, in dem der Reifen dann immer wieder auf und ab fährt. Dabei entsteht ein Gefühl der Schwerelosigkeit.

Die „Jungle Snake“ besteht aus mehreren ineinander verschlungenen Wasserrutschen, deren Verlauf vor Beginn der Fahrt durch die dichte Bepflanzung kaum zu erkennen ist. Wohin die Fahrt geht, ist eine Überraschung! „Die verlorene Stadt“ ist eine Erlebniswelt eigens für die Kleinsten gedacht. Doch dies ist bei Weitem nicht alles. Die „Mekong Rapids“ und „El Gigante“ sind weitere ausgefallene Wasserrutschen, und auf dem „Naga Racer“ können wahre Kopf-an-Kopf-Rennen gefahren werden. Über den Park verteilt gibt es insgesamt 28 Wasserrutschen.

Zweifellos eine der Hauptsensationen des Vergnügungsparks ist der Wellenpalast am Strand von Siam Park. Um die helle Sandstrandfläche anzulegen wurden 5.000 Kubikmeter Sand von der Algarve herbeigeschafft. Eigentlich zeigt erst ein Blick aus der Luft das ganze Ausmaß der Anlage. In dem gigantischen Becken, das den Ozean simuliert, können Wellen von bis zu drei Metern Höhe künstlich erzeugt werden. Doch die Parkdirektion beruhigt: Dies werde nur in Ausnahmefällen geschehen, wenn Surfmeisterschaften oder einer der angebotenen Surfkurse stattfinden. Ansonsten dürfen die Badegäste der „Playa de Siam Park“ Wellen von höchstens einem Meter erwarten.

Für die Verpflegung der Besucher gibt es zwei Restaurants, zwei Bars und eine Cafetería. Von exotisch orientalischen Gerichten bis hin zu traditionellen, internationalen Speisen sind verschiedene Menüs im Angebot.

Geschäfte und Restaurants

Siam Park ist mit einer Geschäftsfläche von 2.000 qm, die sich auf dem nach dem Vorbild Bangkoks gestalteten Floating Market befindet, die größte Anlage im siamesischen Architekturstil außerhalb Asiens. Alle Materialien wurden aus Thailand importiert, 11 thailändische Handwerker schlossen sich dem Team von Künstlern des Siam Parks an und errichteten mit ihnen dieses thailändische Dorf auf Teneriffa. Das Angebot des Floating Market setzt sich aus einem Minimarkt, Süßwarenläden, Souvenirshops, Fotogeschäften und Massage-Tempel sowie einem Teehaus zusammen. Auch die Umkleideräume sind dort untergebracht.

Am Strand gibt es außerdem ein Surffachgeschäft, in dem man die neuesten Modetrends, Accessoires und Sportartikel findet.

Besondere Events

Siam Park bietet außerdem die Möglichkeit, besondere Ereignisse wie Geburtstagsfeiern, Events, Firmenfeiern, Team-Building, Workshops oder private Feiern an einem exklusiven Ort zu veranstalten. Es gibt zwei tropische Inseln, die es ermöglichen z.B. Cocktailparties oder Meetings für bis zu 200 Personen auszurichten. Außerdem stehen für die private Nutzung drei luxuriöse Strandhäus­chen zur Verfügung, die mit TV, Wi-Fi, Minibar und einem Schnellzugang zu allen Attraktionen des Parks ausgestattet sind. Zudem bieten zwei Res­taurants Räumlichkeiten für Abendessen und andere besondere Veranstaltungen.

Preise und Öffnungszeiten

Nach den offiziellen Einweihungsfeierlichkeiten wird der Park am 17. September für Besucher geöffnet. Ein erlebnisreicher Tag im Königreich des Wassers kostet für Erwachsene 28 Euro (Residenten 25 Euro) und für Kinder 18 Euro (Residenten 16 Euro). Im Eintrittspreis ist die Benutzung aller Bahnen und Attraktionen enthalten, auch Liegen und Sonnenschirme am Strand. Kostenpflichtig sind die Schließ­fächer für Wertgegenstände, die je nach Größe 3 Euro oder 5 Euro (jeweils plus 2 Euro Pfand) kosten.

Der Park ist ganzjährig von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

Anfahrt und Parken

Die fabelhafte Erlebniswelt von Siam Park liegt oberhalb der Autobahn bei Playa de las Américas und ist über die Autobahnausfahrt 29 in Fahrtrichtung Süd zu erreichen. Die maximale Besucherkapazität pro Tag ist bei 7.500 Personen festgelegt. Die Unternehmensleitung rechnet mit jährlich 600.000 bis 800.000 Besuchern.

Angesichts der relativ geringen Parkmöglichkeiten – es stehen nur circa 300 Stellplätze zur Verfügung – wird angeraten, mit einem der kostenlosen Busse zu fahren, die zwischen verschiedenen Haltestellen im Süden und dem Siam Park hin und her pendeln.

Da in den ersten Tagen nach der Eröffnung ohnehin mit einem Besucheransturm gerechnet wird, wurde die Werbung vorerst eingestellt. Wer unter den ersten Besuchern sein will sollte den Rat der Parkleitung befolgen und sich die Eintrittskarten möglichst im Voraus über die Website www.siampark.net sichern.




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