Passanten vereiteln Banküberfall


23-Jähriger erbeutet 12.000 Euro und wird kurz darauf gefasst

Raube niemals die Bank in deinem Heimatdorf aus! So könnte die Lehre aus einem kürzlich in La Victoria vereitelten Banküberfall lauten.

Um kurz vor zehn Uhr am Morgen des 15. Dezember war ein 23 Jahre alter Mann in eine Bankfiliale eingedrungen, vermummt mit einer Skimaske und bewaffnet mit einem riesigen Bowie-Messer und einer rostigen Machete. Die anwesenden Kunden ließen sich von diesem bedrohlichen Anblick jedoch in keinster Weise einschüchtern, vermutlich weil viele von ihnen den aufstrebenden jungen Bankräuber schon gekannt haben, als er noch Windeln trug.

Trotz seiner Vermummung erkannten sie ihn und einige sprachen ihn sogar mit Vornamen an. Durch tadelnde Worte versuchten sie ihn von seinem Vorhaben abzubringen. Doch der junge Mann, der mit den Initialen J. Y. G. L. identifiziert wurde, bedrohte einen Bankangestellten und konnte rund 12.000 Euro an sich bringen.

Bei seiner Flucht nahm er den Angestellten zunächst als Geisel mit. Er wurde jedoch dadurch ausgebremst, dass die Hauptstraße von La Victoria gesperrt war und die Bankkunden und einige Passanten ihm folgten, nachdem er seine Geisel schon bald wieder freigelassen hatte.

Polizeibeamte der Guardia Civil und Policía Local, die inzwischen verständigt worden waren, nahmen den Bankräuber, der Widerstand gegen seine Verhaftung leistete, schließlich fest und stellten das Geld und die Waffen sicher.




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