Opposition lehnt Seilbahn zwischen Martiánez und La Paz rundweg ab


© Moisés Pérez

Sowohl PSOE als auch PP lehnen das Projekt strikt ab

Die Sozialisten in Puerto de la Cruz (PSOE) haben mitgeteilt, dass sie das von der regierenden Coalición Canaria (CC) befürwortete Projekt einer Seilbahn zwischen den Ortsteilen La Paz und Martiánez strikt ablehnen.

Sie äußern ihr Unverständnis darüber, dass Bürgermeister Marcos Brito (CC) nun wieder ein Projekt ausgräbt, das bereits in den Jahren 1974, 1981 und zuletzt 2001 – unter dem sozialistischen Bürgermeister Salvador García – abgelehnt worden ist. Darüber hinaus kritisieren die Sozialisten, dass die Kapazität der Seilbahn, die sich der Bürgermeister und sein Team vorstellen, mittlerweile sogar gewachsen ist. „Im Jahr 2001 wurde noch von einer Kabinenkapazität für 30 Personen gesprochen. Jetzt sind es schon 60“, moniert Puertos PSOE-Vorsitzende Lola Padrón. Außerdem sei es ein Armutszeugnis, dass die Gemeinderegierung nicht mehr Phantasie an den Tag legt, wenn es darum geht, die Zukunft von Puerto de la Cruz zu gestalten, sondern auf uralte Projekte zurück greift.

Auch die PP steht dem Projekt ablehnend gegenüber. PP-Sprecherin Eva Navarro bezeichnet es als „Versuchsballon“ des Bürgermeisters, den er losgelassen habe, um herauszufinden, wie die Bürger auf diese Idee reagieren. Navarro ist der Ansicht, dass die Martiánez-Steilküste, statt sie durch eine Seilbahn zu verschandeln, vielmehr hergerichtet werden sollte.

Puertos Bürgermeister Brito hatte kürzlich bekannt gegeben, dass die Gemeinde sich mit dem Gedanken trägt, das Projekt einer Seilbahn zwischen La Paz und Martiánez zu verwirklichen. Der Hotelierverband Ashotel befürwortet das Projekt ebenfalls. Brito wollte zwar keine Details preisgeben, berichtete jedoch, dass es sich um den Vorschlag eines privaten Investors handele, im Prinzip nichts mit dem ehemaligen Seibahn-Projekt zu tun habe und die Landschaft keinesfalls verschandele. Es werde an eine Seilbahn mit nur einer Kabine und einem Seil gedacht. Das Angebot der Investoren sei sehr großzügig, erklärte Brito, und beinhalte außerdem die Bereitschaft, den Martiánez-Abhang zu sanieren.

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