Ohne Privatinitiativen geht nichts


© Wochenblatt

Wochenblatt-Leser helfen

Trotz des vielzitierten „Sozialen Alarms“ über die schlechte Ernährung der Kinder in Spanien – Schüler die ohne Frühstück zum Unterricht kommen und oft nicht einmal eine warme Malzeit am Tag erhalten – hat sich die Lage bei der Schulspeisung nicht gebessert. Deshalb ist dieses Problem erneut Thema für unsere Spendenseite.

Mehrere Regionalverwaltungen haben nicht einmal die Subventionen für das vergangene Schuljahr überwiesen, einige habe die Zuwendungen um magere fünf Prozent angehoben, andere sogar um zwanzig Prozent gekürzt.

Weil sich die wirtschaftliche Lage in vielen Familien weiter verschlechtert hat und es am Nötigsten für die tägliche Ernährung fehlt, haben die Elternverbände die Öffentliche Verwaltung aufgefordert nicht zuzulassen, dass Kinder in Spanien Hunger leiden müssen. Doch die Reaktionen der einzelnen Regionalregierungen waren sehr unterschiedlich. Während in Andalusien und auf den Kanarischen Inseln – die beiden Regionen mit der höchsten Arbeitslosigkeit und der ärmsten Bevölkerung – auch während der Sommermonate in den Schulen Frühstück und warmes Mittagessen an bedürftige Schüler ausgegeben wurde, schulden die Regierungen von Valencia und der Balearen noch einen Teil der Zuwendungen für das Schulessen von Kindern aus bedürftigen Familien des vergangenen Schuljahres. Seit Januar wurden die Firmen, die das Schulessen liefern, nicht bezahlt, und die Angestellten, die für die Essensausgabe zuständig sind, warten seit dem vergangenen Jahr auf ihre Bezahlung. In den Schulen von Madrid und Castilla-La Mancha gab es keinerlei Gratis-Essen für bedürftige Kinder. Diese erschreckenden Daten wurden jetzt von verschiedenen nichtstaatlichen Hilfsverbänden angeprangert.

Unglaublich auch die Tatsache, dass der Preis für das tägliche Schulessen zwischen den einzelnen Regionen um bis zu drei Euro differiert. Am günstigen ist das „Menü“ für die Schulkinder mit drei Euro in Andalusien und auf den Kanaren, während es in Katalonien sage und schreibe 6,20 Euro kostet. Für Jesús María Sanchez, den Sprecher des Verbandes der Elternvereine – Federación de Asociaciones de Padres – dem mehr als 11.000 Elternvereine angehören, eine Ungeheuerlichkeit. „Das Schulessen müsste kostenlos sein, weil es sich um einen erzieherischen Aspekt innerhalb der Unterrichtsstunden handelt“, moniert er. „Wie kann es sein, dass die Malzeit in einer Schule in verschiedenen Provinzen doppelt soviel kostet wie das Mittagessen im spanischen Parlament“, fragt er sich, und verlangt einen Einheitspreis für das Schulessen auf dem gesamten Staatsgebiet.

Der Verband der Catering-Betriebe für „soziale Restauration“ FEADRS erklärte die Differenz in den Preisen für das Schulessen in den unterschiedlichen Kosten für Material und Personal. Hier könne man die einzelnen Regionen nicht miteinander vergleichen. So seien die Kosten für den sogenannten Warenkorb von Asturien nicht mit dem von Katalonien vergleichbar. Tatsache ist, dass die Zahl der Kinder, welche am Schulessen teilnehmen, stark zurückgegangen ist, weil ihre Eltern die Gebühren nicht mehr aufbringen können, die sich stark verteuert haben. Immerhin sind die öffentlichen Subventionen teilweise bis zu 89 Prozent gekürzt worden. In Castilla-La Mancha nehmen im neuen Schuljahr 30% Kinder weniger am Schulessen teil, im Raum Madrid wurden mangels Teilnehmer 14 Schulspeisesäle komplett geschlossen.

Trotz dieser Misere gibt es glücklicherweise immer wieder private Initiativen zugunsten bedürftiger Kinder. So hat das Unternehmen „Tenerife Pearl“ in diesem Sommer seine Aktion Pulseras Solidarios – solidarische Armbänder – durchgeführt. In den acht Geschäften, welche das Perlenzentrum „Perla Canaria SL“ auf den Kanaren unterhält, wurden diese Armbänder verkauft und der Ertrag in Höhe von 4.600 Euro dem Roten Kreuz übergeben. Mehr als hundert Kindern bedürftiger Familien aus verschiedenen Gemeinden der Inseln konnte damit der Beginn des neuen Schuljahres finanziert werden. Schulranzen, Schulmaterial, Bücher aber auch nagelneue Tennisschuhe konnte das Rote Kreuz an sie verteilen. Eine ebenso originelle wie erfolgreiche Initiative, die zur Nachahmung empfohlen werden kann.

Ganz herzlich möchten wir uns an dieser Stelle bei Helmi und Fritz Ritter bedanken, die eine Geldspende in unserer Redaktion überreicht haben.

Was bisher mit den Spendengeldern geschah

Alle Spenden kommen voll den verschiedensten hier ansässigen Hilfsorganisationen zugute. Dafür bürgt die nunmehr in 30 Jahren bei seinen Lesern erworbene Reputation des Wochenblatts. Das Sonderkonto bei der Solbank wird gebührenfrei geführt. Kein Cent für Verwaltungsaufwand oder dergleichen wird von Ihren Spenden abgezweigt.

Bevor eine Hilfsorganisation vom Wochenblatt gefördert wird, unterhält man sich eingehend vor Ort mit den Verantwortlichen und macht sich ein Bild über deren Ziele, Arbeitsweise und Effektivität. Darüber wird in allen Wochenblatt-Ausgaben berichtet.

Spendenempfänger:

„La Mesa“, Puerto de la Cruz und San Isi­dro/­ Granadilla (12/09, 02/10, 03/10) Euro 7.300

Servicio Social Adeje (12/09) Euro 2.500

Sozialer Speisesaal „Hijas de Caridad“, Santa Cruz de Tenerife (02/10, 05/10, 12/10, 07/11, 01/12, 12/12) Euro 15.000

Fundación „Candelaria Solidaria“ (02/10) Euro 1.000

Kinder-Tageszentrum Padre Laraña, Santa Cruz de Tenerife (04/10, 11/10, 12/10, 04/11, 09/11, 01/12, 04/12, 12/12, 01/13, 03/13, 8/13) Euro 20.569,19

Caritas Puerto de la Cruz (06/10, 08/10, 01/11, 10/11) Euro 3.000

Sozialer Speisesaal „San Pío X“, Santa Cruz de Tenerife (09/10, 01/13) Euro 4.500

Caritas Teneriffa (03/11) Euro 3.000

Sozialer Speisesaal „Casa de Acogida María Blanca“, Puerto de la Cruz (8/11, 01/12, 9/12, 12/12, 03/13) Euro 7.660

Caritas „Virgen de los Dolores“, Puerto de la Cruz (01/12, 09/12, 06/13) Euro 2.750

Caritas Los Cristianos (02/12) Euro 2.000

Sozialer Speisesaal „San Vicente de Paul“, La Laguna (05/12, 12/12) Euro 3.500

Gemeinde-Hilfsstellen in Puerto de la Cruz: „Virgen de los Dolores“, „San Juan de Padua“, „La Candelaria“ und „Peña de Francia“ (12/12) zusammen Euro 2.000

Kinder-Tageszentrum in La Vera (1/13, 8/13) Euro 1.422,23

Vier Hilfsstellen der Caritas, Puerto und Umgebung, (3/13) zusammen Euro 2.000

Caritas Los Potreros, Los Realejos (05/13, 9/13) Euro 1.300

Einladung zum Mitmachen

Die Idee ist ganz einfach: Sie spenden einen Einmalbetrag oder sagen zu, monatlich ein Jahr lang, „Überwinterer“ vielleicht auch nur ein halbes Jahr lang, einen festen Betrag auf das Sonderkonto unserer Gemeinschaftsaktion „Aus Geben wächst Segen“ bei der Sol Bank einzuzahlen. Bankdirektor Don Emilio Bas Castells führt dieses Konto für uns kos­tenlos. Das Wochenblatt garantiert, dass jeder Cent von diesem Konto ohne Abzug Hilfsorganisationen auf Teneriffa zugute kommen wird. Von der Organisation, die Ihr Geld erhalten hat, bekommen Sie auf Wunsch eine Spendenbescheinigung. Als Vorbild für mögliche weitere Spender zur Nachahmung werden im Rahmen des „Spendenbarometers“ die Namen der Mitmachenden, sowie Höhe der Beträge in jeder Wochenblatt-Ausgabe veröffentlicht. Sie können sich dazu auch einen „Mitmachnamen“ ausdenken, unter dem Ihre Gabe genannt wird.

Machen Sie mit…

Wenn auch Sie bei unserer Aktion „Aus Geben wächst Segen“ mitmachen wollen, überweisen Sie bitte Ihre Spende auf das unten genannte Konto. Alternativ nehmen wir auch gerne Ihren Scheck oder Bargeld in unserem Büro in Puerto de la Cruz entgegen.

Spendenkonto bei der Solbank: 00810403340001185625

IBAN: ES1400810403340001185625

BIC: BSABESBB

Das Online-Spendenformular finden Sie hier: