Notaufnahme des Nordkrankenhauses eröffnet


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Bereits in der ersten Woche wurden über 450 Patienten versorgt

Am 31. Juli wurde die Notaufnahme des Nordkrankenhauses bei Icod de los Vinos von Paulino Rivero, Präsident der Kanarischen Inseln, Brígida Mendoza, Leiterin des Gesundheitsressorts, Cristina Valido, stellvertretende Cabildo-Präsidentin, Juan José Dorta, Bürgermeister von Icod de los Vinos, Juana María Reyes, Direktorin des Kanarischen Gesundheitsdienstes (SCS) und Ignacio López, Leiter des Universitätskrankenhauses der Kanaren (HUC), eingeweiht (Foto).

Beim offiziellen Festakt erklärte Rivero, wieder einmal habe die Regionalregierung „ihr Sandkörnchen“ zur Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung beigetragen. Während andere Regionen Krankenhäuser privatisierten, würde die Kanarenregierung weiter die gesundheitstechnischen Infrastrukturen ausbauen, obwohl der Etat von vormals acht auf sechs Milliarden Euro geschrumpft sei. Doch gerade bei den Nord- und Südkrankenhäusern Teneriffas handele es sich um eine seit Langem bestehende Notwendigkeit. Rivero erinnerte daran, dass Mitte der achtziger Jahre deren Bau beschlossen worden sei, nachdem man sich gegen das Modell von Gran Canaria, eines einzigen großen Krankenhauskomplexes für die gesamte Bevölkerung, entschieden habe.

Ein weiterer Schritt Richtung Krankenhaus

Die 1.875 qm große Station soll im Inselnorden die Bedürfnisse einer Bevölkerungszahl von rund 52.250 Personen abdecken, ihnen notfallmedizinische Versorgung gewähren und den langen Weg bis zum HUC in La Laguna ersparen. Die moderne Abteilung, die sich in der Etage -1 des bisher nur als Ärztezentrum und Pflegeheim ausgestatteten Nordkrankenhauses befindet, verfügt über eine Anmeldung, einen Bereich zur Sichtung und Einteilung der Notfälle, je einen Wartebereich für Erwachsene bzw. für Kinder, drei Sprechzimmer für Erwachsene und eines für Kinder, einen Reanimierungsraum, einen Behandlungsraum, einen Gipsraum, einen Beobachtungsraum für Erwachsene mit acht Betten und vier Sesseln, einen Beobachtungsraum für Kinder mit vier Betten, einen Lagerraum für sanitäres Material, einen weiteren für Medikamente und einen Pausenraum für das Personal. Für die Notaufnahme hat der Gesundheitsdienst 43 Fachkräfte vom HUC abgezogen und in das Nordkrankenhaus versetzt.

Über 450 Patienten in der ersten Woche

Wie groß der Bedarf einer Notaufnahme im Inselnorden ist, zeigte sich bereits in der ersten Woche nach Inbetriebnahme der Station. Laut dem Gesundheitsdienst nahmen in den ersten sieben Tagen nach Eröffnung 454 Patienten die Station und ihre Leistungen in Anspruch. 

Alonso will am Ball bleiben

Inselpräsident Carlos Alonso räumte ein, dass das Nordkrankenhaus noch nicht vollständig ausgestattet sei und bislang nicht den üblichen Betrieb eines Krankenhauses, beispielsweise eine operative und stationäre Behandlung, bieten würde. In dieser Hinsicht kündigte Alonso an, die Inselregierung werde die Entwicklung argwöhnisch beobachten.

Keine Erleichterung

Zwölf Tage nach der Eröffnung erklärten Ärzte, Krankenpfleger und die zuständige Gewerkschaft am HUC, in ihrer seit Monaten überfüllten Notaufnahme habe sich nichts verändert. Wirklich überrascht davon zeigte sich angesichts der Ausstattung und der Möglichkeiten des Nordkrankenhauses jedoch niemand.




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