Noch immer liegt vieles im Argen


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Ein Schüler aus Santa Cruz hat kürzlich vor dem Kanarischen Parlament anlässlich des 25. Jahrestages der Kinderrechtskonvention eine Erklärung verlesen und die Frage an die Abgeordneten gerichtet, ob ihnen bekannt sei, dass die Kinderarmut in Spanien in den letzten Jahren um 10 Prozent gestiegen ist.

Der achtjährige Eli Rodríguez hatte die Aufgabe erhalten, diese Deklaration über die Rechte der Kinder zu verlesen und gab zu, dass er zuvor immer geglaubt hatte, die armen Kinder lebten nur in anderen Ländern. Jetzt wisse er, dass es auch in Spanien Armut gibt und viele Familien kein Essen und kein Schulmaterial für ihre Kinder kaufen können.

Von der Tribüne des Parlaments aus fragte Eli die Parlamentarier, ob auch sie wüssten, dass es viele arme Kinder gibt und ihre Zahl immer größer werde. Er wisse es, erklärte er, denn er habe es gelesen, und er wisse es aus dem Fernsehen, und auch in seinem Stadtviertel lebten Familien, denen es sehr schlecht gehe.

Feierlich erklärte der Schüler: „Wir Kinder wissen, dass wir Rechte haben, und wir wollen, dass weiter daran gearbeitet wird, um diese auch zu garantieren. Wir wollen nicht vergessen werden, besonders diejenigen, denen es schlecht geht“.

Eli wurde bei seiner Ansprache vor dem Parlament von einem Lehrer seiner Schule begleitet und von der Direktorin von SOS Kinderdorf in Santa Cruz. Nachdem er das Manifest verlesen hatte, erklärte er, dass die Konvention bereits von 25 Jahren verabschiedet wurde. und er befürchte, dass sich so mancher nicht mehr daran erinnere, was diese besage.

Deshalb verlas er ein Resümee der Rechte der Kinder und berichtete, ihn habe sehr beeindruckt, dass sich sage und schreibe 193 Staaten darauf geeinigt und es unterzeichnet haben. Es mache ihn aber sehr traurig, dass viele Kinder so arm sind, dass sie nicht zur Schule und nicht einmal zum Arzt gehen können.

Die Bezeichnung Kinderrechtskonvention ist eine Abkürzung für das Übereinkommen über die Rechte des Kindes (Convention of the Rights of the Child – CRC), das wichtige internationale Menschenrechts-Instrumentarium für Kinder.

Kinderrechte sind Menschenrechte. Das Übereinkommen über die Rechte des Kindes gehört zu den internationalen Menschenrechtsverträgen der Vereinten Nationen.

Die Kinderrechtskonvention wurde am 20. November 1989 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet. Bis auf zwei Staaten – den Sudan und die USA – haben alle Mitgliedsstaaten der UNO die Kinderrechtskonvention ratifiziert.

Die wichtigsten Punkte dieser Konvention, die praktisch von allen Staaten dieser Welt unterzeichnet worden ist, sind das Recht auf Gleichheit, auf Gesundheit, auf Bildung, auf elterliche Fürsorge, auf Privatsphäre und persönliche Ehre, auf Meinungsäußerung, Information und Gehör, auf Schutz im Krieg und auf der Flucht, auf Schutz vor Ausbeutung und Gewalt, auf Spiel, Freizeit und Ruhe und das Recht auf Betreuung bei Behinderung.

Diese von der UNO verbrieften Rechte der Kinder werden tagtäglich millionenfach missachtet, man muss nur den Fernseher einschalten oder die Zeitung öffnen, um die schrecklichen Bilder von Kindern zu sehen, die unter den schlimmsten Bedingungen leben müssen.

Doch auch in unserer Umgebung, hier auf den Inseln, leben Kinder die ohne Frühstück in die Schule gehen müssen, denen ihre Eltern kein Schulmaterial, keine vernünftige Kleidung oder  gar Spielzeug kaufen können.

Der kleine Eli hatte also gute Gründe, als er die kanarischen Parlamentarier fragte, ob sie von der Kinderarmut wissen, die ständig zunimmt und ob ihnen die Kinderrechtskonvention, die auch von Spanien unterzeichnet wurde, bekannt ist, denn offensichtlich scheint das nicht der Fall zu sein.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Michael Raufelder, der uns wieder mit einer Spende für unsere Aktion „Aus Geben wächst Segen“ bedacht hat und bei allen, die uns durch ihre Patenschaft regelmäßig unterstützen.

Was bisher mit den Spendengeldern geschah

Alle Spenden kommen voll den verschiedensten hier ansässigen Hilfsorganisationen zugute. Dafür bürgt die nunmehr in 30 Jahren bei seinen Lesern erworbene Reputation des Wochenblatts. Das Sonderkonto bei der Solbank wird gebührenfrei geführt. Kein Cent für Verwaltungsaufwand oder dergleichen wird von Ihren Spenden abgezweigt. 
Bevor eine Hilfsorganisation vom Wochenblatt gefördert wird, unterhält man sich eingehend vor Ort mit den Verantwortlichen und macht sich ein Bild über deren Ziele, Arbeitsweise und Effektivität. Darüber wird in allen Wochenblatt-Ausgaben berichtet. 

Spendenempfänger:

„La Mesa“, Puerto de la Cruz und San Isi­dro/­ Granadilla
 (12/09, 02/10, 03/10) Euro 7.300
Servicio Social Adeje (12/09) Euro 2.500
Sozialer Speisesaal „Hijas de Caridad“, Santa Cruz de Tenerife(02/10, 05/10, 12/10, 07/11, 01/12, 12/12) Euro 15.000
Fundación „Candelaria Solidaria“ (02/10) Euro 1.000
Kinder-Tageszentrum Padre Laraña, Santa Cruz de Tenerife (04/10, 11/10, 12/10, 04/11, 09/11, 01/12, 04/12, 12/12, 01/13, 03/13, 8/13, 01/14 Weihnachtsbescherung, 03/14, 04/14, 12/14) Euro 24.260,08
Caritas Puerto de la Cruz (06/10, 08/10, 01/11, 10/11) Euro 3.000
Sozialer Speisesaal „San Pío X“, Santa Cruz de Tenerife (09/10, 01/13) Euro 4.500
Caritas Teneriffa (03/11) Euro 3.000
Sozialer Speisesaal „Casa de Acogida María Blanca“, Puerto de la Cruz (8/11, 01/12, 9/12, 12/12, 03/13, 12/13, 2/14, 03/14) Euro 10.930
Caritas „Virgen de los Dolores“, Puerto de la Cruz (01/12, 09/12, 06/13, 06/14) Euro 3.750
Caritas Los Cristianos (02/12) Euro 2.000
Sozialer Speisesaal „San Vicente de Paúl“, La Laguna (05/12, 12/12, 2/14) Euro 6.000
Vier Hilfsstellen der Caritas, Puerto und Umgebung: „Virgen de los Dolores“, „San Juan de Padua“, „La Candelaria“ und „Peña de Francia“ (12/12, 3/13, 12/13, 3/14) zusammen Euro 8.000
Kinder-Tageszentrum in La Vera (1/13, 8/13, 03/14, 04/14) Euro 2.483,83
Caritas Los Potreros, Los Realejos (05/13, 9/13, 12/13, 10/14) Euro 2.300
Caritas La Concepción, Los Realejos (10/14, 12/14) Euro 1.250
Caritas Gemeinde San Juan Bautista, La Orotava (mehrere Zahlungen 12/14) zus. Euro 3.775

Einladung zum Mitmachen

Die Idee ist ganz einfach: Sie spenden einen Einmalbetrag oder sagen zu, monatlich ein Jahr lang, „Überwinterer“ vielleicht auch nur ein halbes Jahr lang, einen festen Betrag auf das Sonderkonto unserer Gemeinschaftsaktion „Aus Geben wächst Segen“ bei der Sol Bank einzuzahlen. Bankdirektor Don Emilio Bas Castells führt dieses Konto für uns kos­tenlos. Das Wochenblatt garantiert, dass jeder Cent von diesem Konto ohne Abzug Hilfsorganisationen auf Teneriffa zugute kommen wird. Von der Organisation, die Ihr Geld erhalten hat, bekommen Sie auf Wunsch eine Spendenbescheinigung. Als Vorbild für mögliche weitere Spender zur Nachahmung werden im Rahmen des „Spendenbarometers“ die Namen der Mitmachenden, sowie Höhe der Beträge in jeder Wochenblatt-Ausgabe veröffentlicht. Sie können sich dazu auch einen „Mitmachnamen“ ausdenken, unter dem Ihre Gabe genannt wird.

Spendenkonto bei der Solbank: 00810403340001185625

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