Nikotin-Sucht – aufhören, aber wie?

Die „Paisaje Lunar“ soll nicht betreten werden. Foto: wb

Die „Paisaje Lunar“ soll nicht betreten werden. Foto: wb

Die Abstinenzrate nach einem Jahr liegt bei der Hypnotherapie bei ca. 75%

Es ist ungesund, es kostet immer mehr Geld und man stinkt. Drei gute Argumente gegen das Rauchen und dann wurden auch noch die gefährlichen Inhaltsstoffe bekannt – doch die Sucht ist oft stärker. Am 31. Mai war Weltnichtrauchertag – dies war eine gute Gelegenheit, über das Aufhören nachzudenken.

So ging es auch Jörg M. (Kameramann). Geraucht hatte er schon immer – 30 bis 35 Zigaretten – je nach Lust und Laune, und das seit gut 30 Jahren. Kamera und Kippe sind zwei Dinge, die für ihn zusammen gehörten. Er wollte aufhören und dann verfiel er durch eine Stress-Situation wieder in alte Gewohnheiten. Sein Spruch war: “Ich höre jeden Tag aufs Neue mit dem Rauchen auf!“  Er wollte sich damit auf spaßige Art beschwichtigen, obwohl  ihm oft Angst und Bange war, weil er zugeben musste: „Ich schaffe es allein nicht!“ 

Dabei ist heute eine Hypnosetherapie fast schon ein Garant für einen dauerhaften Ausstieg aus der Nikotinsucht. Heide Meister Psych. HPG   kennt aus ihrer Praxis viele Fälle, die sich zunächst als „hoffnungslos“ abgestempelt haben.

Wie ging es bei Jörg M. weiter? Die Therapeutin unterstützte Jörg M. mit  Hypnotherapie und verhaltenstherapeutischen Strategien um sich das Rauchen abzugewöhnen. Die richtige Vorbereitung ist entscheidend- zwei Dinge sind dabei besonders wichtig:

Wenn Sie schon länger und regelmäßig rauchen, dann hat sich ihr Körper an die regelmäßige Zufuhr von Nikotin gewöhnt. Sobald dem Körper für längere Zeit das Nikotin vorenthalten wird, reagiert er häufig mit unangenehmen Entzugserscheinungen. Man muss sich gut vorbereiten, um in diesen Situationen nicht wieder schwach zu werden.

Neben dieser körperlichen  Abhängigkeit gibt es aber auch andere Faktoren, die es einem schwer machen können, mit dem Rauchen aufzuhören. Viele Raucher haben es sich z.B. angewöhnt, bei Stress oder dem Wunsch nach einer kleinen Verschnaufpause zur Zigarette zu greifen. Sobald Sie mit dem Rauchen aufgehört haben, fehlt Ihnen in diesen Situationen das übliche “Handwerkszeug”. Ohne Zigarette können Sie sich gar nicht mehr richtig entspannen. Wie nahe liegt es doch da, auf die bewährten Mittel zurückzugreifen.

Die Wurzeln des

Rauchens aufspüren

Durch Hypnose und der Hilfe des Unterbewusstseins spürte Heide Meister bei Jörg M. die Wurzeln des Rauchens auf und veränderte so sein Suchtverhalten. Das Geheimrezept dieser Raucherentwöhnung ist die Trance. Trance ist eine spezielle Art entspannter, nach innen gerichteter Aufmerksamkeit. Diese Erfahrung kennen die meisten Menschen aus dem Alltag z.B. wenn, wir einen spannenden Film anschauen, ganz in Gedanken „versunken“ sind oder wenn wir einer Aufgabe nachgehen und dabei „die Welt um uns vergessen.“

Dieser Zugang zum Unterbewussten eröffnet eine neue Möglichkeit, die Sucht zu behandeln, denn diese wird stark durch Gefühle gesteuert und eben nicht durch unser Bewusstsein und unseren Willen. Durch die Anregung des Unbewussten wird das Bedürfnis zu rauchen blockiert und auf andere bessere und gesündere Verhaltensweisen gelenkt.

In fünf Sitzungen zum Nichtraucher

Jörg M. bereitete sich in fünf Sitzungen optimal auf den endgültigen Abschied von der Zigarette vor. Dabei analysierten Frau Heide Meister und Jörg M. gemeinsam diejenigen Situationen, in denen er bisher geraucht hatte und entwickelte bessere Alternativen wie z.B. eine Atemübung anstatt zu rauchen. Diese Alternativen übte er zwischen den Sitzungen ein, so dass sie ihm an dem Tag als er endgültig mit dem Rauchen aufhörte zur Verfügung standen. Er erlernte die Selbsthypnose-/Mentaltraining um die neuen Verhaltensweisen  zu festigen und um auch Versuchungssituationen erfolgreich zu meistern.

Rauchfrei

ohne zuzunehmen

Eine wichtige Frage für Jörg M. war auch, „werde ich zunehmen, wenn ich mit dem Rauchen aufhöre?“ Raucher haben eine leicht erhöhte Stoffwechsel-Aktivität, durch die direkten und indirekten Wirkungen des Nikotin. Die Körperspannung nimmt zu, so dass mehr Kalorien verbraucht werden. Außerdem wirkt Nikotin auf das Wohlfühl- und Belohnungszentrum des Gehirns, so dass beim Rauchen die Endorphine Dopamin und Serotonin freigesetzt werden, im Volksmund als Wohlfühlhormone bezeichnet. Wenn man dem Körper Nikotin entzieht, muss man deshalb auf die Ernährung achten. 

Das muss aber nicht so sein und die Therapeutin konnte Jörg M. beruhigen. Denn Hypnotherapie hilft bei der Gewichtsregulierung, indem sie dazu beiträgt, Stoffwechselvorgänge in Körper und Gehirn schneller wieder ins Lot zu bringen. Zusätzlich helfen Entspannungsübungen. Zudem fühlen sich Menschen, die im Einklang mit sich selbst wieder Nicht-Raucher werden, eher befreit und erleichtert – und greifen damit auch weniger zu Süßigkeiten und Ähnlichem.

Die Abstinenzrate nach einem Jahr liegt bei der Hypnotherapie bei ca. 75% und ist doppelt so hoch, wie bei allen anderen Verfahren. Dies wurde durch wissenschaftliche Studien von Prof. Revenstorf, Uni Tübingen, nachgewiesen. Jörg M. hörte an seinem festgelegten Tag zwei  Wochen nach der Raucherentwöhnung mit dem Rauchen auf und ist nun mittlerweile seit sechs Monaten schlanker Nichtraucher.

Heide Meister

Psych. HPG und

Hypnotherapeutin

Tel.:         +34 922 729 463

Mobil        +34 609 546 969




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