„Nicht einen Meter Boden für Hotels“


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Paulino Rivero im Forum für nachhaltige Entwicklung:

Ende Oktober hielt das Forum für nachhaltige Entwicklung seine erste Zusammenkunft dieser Legislaturperiode ab. Der kanarische Präsident Paulino Rivero verpflichtete sich vor einer großen Zahl von Repräsentanten der öffentlichen Verwaltung, der Gewerkschaften, der Universitäten sowie der Ökologenverbände die in dem Forum vertreten sind, er werde nicht mehr einen Meter Grund und Boden für den Tourismus nutzen.

Damit versuchte er die Zweifel auszuräumen, die um die Zukunft der Beschränkung für touristische Bauten, das so genannte Moratorium aufgetaucht waren. Waren doch aus Regierungskreisen Forderungen laut geworden, Änderungen an dem Tourismusmoratorium durchzuführen, das seit 2001 gültig ist.

Das geht aus einem Bericht des Direktors der Agentur für nachhaltige Entwicklung und den Kampf gegen den Klimawandel, Faustino García Marques hervor. Er war bei Versammlung des Forums anwesend und berichtete über die erzielten Ergebnisse.

Reglementierung des Tourismus

Dieses Forum ist das wichtigste Organ, welches per Gesetz im Jahr 2003 ins Leben gerufen wurde, um die Beachtung der Richtlinien für eine generelle Reglementierung des Tourismus zu überwachen. Der Erfolg bzw. die Nutzung dieser Kontrolleinrichtung ist bislang gleich Null. Handelte es sich doch um die erste Zusammenkunft in dieser Legislatur und die dritte in seiner kurzen Geschichte.

Obwohl das Forum bereits vor Jahren ins Leben gerufen werden sollte, erfüllte die Regierung erst im Februar 2006 die gesetzliche Vorschrift. Nach der Gründung traten die Mitglieder des Forums einen Monat später noch einmal zusammen, dann fanden mehr als 18 Monate keine Zusammen­künfte mehr statt.

Bei der letzten Zusammenkunft am 26. Oktober waren mehr als dreißig Personen anwesend. Dabei wurde beschlossen, diese Institution wieder zu aktivieren ebenso wie die verschiedenen Kommissionen die ihr angehören, wie die für Tourismus oder eine andere über die nachhaltige Entwicklung in den extremen Randgebieten, damit Pläne und Projekte ausgearbeitet werden.

Wie Faustino García Marquez weiter berichtete, verpflichtete sich der kanarische Regierungschef vor den Anwesenden, zusammen mit seinem Team für eine verhaltene Entwicklung zu arbeiten. Jedoch konnte auf diesem ersten Treffen keine konkrete Linie festgelegt werden. Man werde sich jedoch um die Umsetzung der Richtlinien bemühen.

Der Präsident habe sich nicht zu der Beschränkung des touristischen Wachstums ge­äußert, sondern nur das Versprechen abgegeben, kein neues touristisches Bauland zu klassifizieren. Außerdem unterstrich er die Notwendigkeit, die veralteten touristischen Unterkünfte zu renovieren.




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