Neun tote Wale während des Alarmzustands

Einer der verendeten Meeressäuger war ein Finnwal. Foto: Cabildo de Tenerife

Einer der verendeten Meeressäuger war ein Finnwal. Foto: Cabildo de Tenerife

Das Umweltamt bittet um eine korrekte Entsorgung von Plastikhandschuhen und Schutzmasken

Teneriffa – Das Umweltamt der Inselverwaltung hat mitgeteilt, dass während der ersten 50 Tage des Alarmzustands neun tote Meeressäuger an die Küste der Insel gespült wurden. Der Tod von drei dieser Tiere wurde eindeutig durch Menschenhand verursacht. So ergab die Untersuchung der Kadaver, dass eines der Tiere an verschlucktem Plastik starb, ein weiteres infolge der Verletzungen durch einen Zusammenstoß mit einem Schiff, und das dritte war in Fischernetzen verheddert.
„Auch wenn die menschliche Aktivität im Meer in den Monaten März und April deutlich eingeschränkt war, bestand die Bedrohung des menschlichen Einflusses auf die Meeressäuger weiter“, bedauerte Isabel García, Leiterin des Umweltamtes.
Sie richtete sich angesichts des Plastikproblems in den Ozeanen mit der Bitte an die Inselbevölkerung, in Zeiten, in denen viele Einweg-Plastikhandschuhe und Masken benutzt werden, diese stets korrekt zu entsorgen, um zu verhindern, dass sie auf Umwegen im Meer landen.
Die Kanarischen Inseln stehen europaweit an der Spitze, was die Vielfalt an Meeressäugern in ihren Gewässern angeht. Bis zu 30 verschiedene Arten wurden registriert, und drei davon haben die Inseln zu ihrer Heimat gemacht. So können das ganze Jahr über Große Tümmler, Grindwale und Pottwale beobachtet werden.

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