Neues Gerät für Messung der Luftqualität in Santa Cruz


Zusammen mit Getafe liegt Teneriffas Hauptstadt landesweit an der Spitze was die Feinstaubkonzentration angeht

Dass in Santa Cruz de Tenerife je nach Wetterlage und bedingt durch die Nähe der Raffinerie oft „dicke Luft“ herrscht, ist keine Neuigkeit. Auch war schon seit Jahren bekannt, dass in Santa Cruz an vielen Tagen im Jahr der europäische Grenz­wert für Feinstaubemissionen überschritten wird. Nun hat der neue Bericht des Observatorio de la Sostenibilidad en España (OSE) Santa Cruz erneut die traurige Ehre einer der Spitzenplätze eingeräumt.

Wie daraus hervorgeht, sind Santa Cruz de Tenerife und Getafe (Stadt im Ballungsgebiet von Madrid) die beiden spanischen Städte mit den höchsten gemessenen Feinstaubwerten (PM10).

Schon vergangenes Jahr rangierte Santa Cruz unter den 50 spanischen Städten mit dem höchsten PM10-Index. Nun hat es Teneriffas schöne Hauptstadt an die Spitze geschafft. Das Wetterphänomen Calima, das Santa Cruz an vielen Tagen des Jahres in einen dichten Dunst hüllt und Sand aus Afrika auf die Insel bringt, ist größtenteils dafür verantwortlich, dass die Feinstaubbelastung zu hoch ist.

Nun wurde über den Öffentlichen Anzeiger BOC vom 25. August bekannt, dass in Santa Cruz eine weitere Messstation eingerichtet wird. Messungen finden derzeit an vier Stellen der Stadt (Mercatenerife, Raffinerie, Casa Cuna und Viera y Clavijo) statt. Eine neue Messstation soll auch für die Stadt Arucas in Gran Canaria erworben werden. Auf den Kanaren messen täglich 34 Geräte die Luftqualität auf Lanzarote, Fuerteventura, Gran Canaria und Teneriffa. Ziel ist es nach Angaben der kanarischen Regierung, die Schadstoffbelastung festzustellen und je nach Stärke der Emissionen Maßnahmen zur Senkung zu ergreifen.

Die Luftqualität wird auf den Kanaren durch das Amt für öffentliche Gesundheit überwacht. In Industrie- und Stadtgebieten sind Messstationen mit Sensoren installiert, die anhand von täglich 24 Messungen Auskunft über die Belastung der Luft mit Feinstaub- und anderen Partikeln geben. Die Infos können über die Website www.canariasunica.info/cmayot/medioambiente/calidadambiental/calidaddelaire/mediciones.html abgerufen werden.

Die sozialistische Opposition hatte in Santa Cruz erst vor kurzem zu einer stärkeren Überwachung der Cepsa-Raffinerie geraten.




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