Neues Busnetz sorgt für Passagierzuwachs


Titsa verzeichnete seit Anfang August eine Steigerung von 8%

Das neue Netz der Titsa-Busse im Inselsüden scheint sich langsam zu etablieren. Von Anfang August bis Ende Oktober sind die Passagierzahlen um 8% angewachsen, gab eine Tageszeitung mit Verweis auf eine entsprechende Studie des Busunternehmens bekannt.

Sowohl Titsa als auch die Inselregierung wiesen darauf hin, dass sowohl die neue Linienführung als auch die Fahrzeiten nicht auf einen Schlag sondern „dynamisch“ eingeführt worden seien. Auch weiterhin gingen Vorschläge von Einzelpersonen, Gruppen und Gemeinden ein, die geprüft und teilweise umgesetzt würden. Es gehe darum, den Wünschen und Bedürfnissen der Einwohner im Allgemeinen, der Studenten, der Pendler und der Urlauber so weit wie möglich gerecht zu werden. 

Eine große Veränderung

Am 25. Juli wurde das neue Busnetz im Inselsüden eingeführt. Von einem Tag auf den anderen wurde das Angebot von 26 auf 44 Linien erweitert. Vorher abgeschiedene Orte wie Montaña Pelada und Cho können nun auch mit dem Titsa-Bus erreicht werden. Die Anbindung zum Südkrankenhaus und zum Südflughafen wurde ausgebaut. 

Trotzdem erntete das neue Busnetz zunächst viel Kritik. Insbesondere die Pendler und die Studenten, die jeden Tag mit den Titsa-Bussen vom Inselsüden nach Santa Cruz bzw. La Laguna und zurück fahren, monierten die Streichung von Direktbussen. Sie kritisieren die ungünstige Änderung der Fahrzeiten, das häufigere Umsteigen und extrem verlängerte Fahrzeiten. Ein Student hatte angegeben, mit der alten Linie 116 in 60 Minuten von El Médano nach Santa Cruz gelangt zu sein, nun aber 90 Minuten für die Fahrt einplanen zu müssen. Die Kanarische Studentenvereinigung bezeichnete das neue Busnetz sogar als „desaströs“. 

Nach diversen Anpassungen scheint man sich jedoch den realen Anforderungen zu nähern.




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