Neue Anlage für Trinkwasseraufbereitung im Norden


© Ayto. Realejos

Cabildo ergreift Maßnahmen, um Wasserqualität zu erhöhen

Das Cabildo von Teneriffa wird über das Inselwasseramt den Bau einer Entsalzungsanlage in Los Realejos vorantreiben, die das Problem des hohen Fluorgehalts im Trinkwasser lösen und elf Gemeinden im Norden der Insel – von Los Realejos bis La Laguna – versorgen soll.

Zu diesem Thema fand Mitte April ein Treffen zwischen Cabildo-Vertretern und dem Bürgermeister von La Laguna, Fernando Clavijo, statt, der wegen der Fluorkonzentration im Trinkwasser der Gemeinde besonders großes Interesse an diesem Projekt hat. Dabei wurde vereinbart, dass die Bauzeit nach dem Ausschreibungsverfahren auf 18 Monate festgelegt wird und die Entsalzungsanlage zur Trinkwasseraufbereitung zwischen Ende 2014 und Anfang 2015 betriebsfertig sein sollte.

Die Kosten für die Entsalzungsanlage, die im Gebiet von Las Llanadas, in den Höhenlagen von Los Realejos gebaut wird, liegen bei 15 Millionen Euro.

La Lagunas Bürgermeister zeigte sich zufrieden mit der Zusage des Cabildos für den Bau der Anlage, in der das aus Stollen gewonnene Wasser aufbereitet und unter anderem von überschüssigem Fluor und Silizium gereinigt werden soll, um eine vom gesundheitlichen Standpunkt aus einwandfreie Trinkwasserversorgung zu gewährleisten.

Den Ausschlag zu dem Treffen und der Verpflichtung des Cabildos zur Umsetzung der Pläne, hatte eine Aufforderung der Stadt La Laguna Anfang des Monats gegeben. Bürgermeister Clavijo hatte dem Inselwasserrat quasi ein Ultimatum gestellt und Nägel mit Köpfen gefordert, nachdem dies bereits von Cabildoseite zugesagt worden war. „Unsere Geduld ist am Limit, und wir können nicht weiter warten“, hatte er sich beschwert und daran erinnert, dass der Leiter des Inselwasseramtes, Jesús Morales, sowie Cabildo-Präsident Ricardo Melchior und Vize-Präsident Aurelio Abreu sich in einem Treffen dazu verpflichtet hatten, Maßnahmen zu ergreifen, um das Fluorproblem in La Lagunas Trinkwasser zu lösen. Sollte das Cabildo also nicht den Bau der angekündigten Entsalzungsanlage in Las Llanadas endgültig angehen, so würde die Gemeinde auf eigene Faust handeln und sich um den Bau einer Anlage bei Los Rodeos bemühen.

Bedingt durch den vulkanischen Ursprung hat das Leitungswasser der Inseln oftmals einen nach heutigen Erkenntnissen zu hohen Fluorgehalt und auch relativ hohe Konzentrationen von Mineralien. Der Fluorgehalt der unterirdischen Wasserspeicher wird durch das versickernde Regenwasser gesenkt, weshalb in diesem Jahr auch die Trockenheit eine Rolle spielt.




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