Nachtflugübungen gehen weiter


General überzeugt Bürgermeister von der Notwendigkeit der Helikopterflüge

Nachdem von Seiten zahlreicher Anwohner, vor allem aus den Wohngebieten in der Region Acentejo, Beschwerden über den Nerventerror nächtlicher, tiefgeflogener Hubschrauberübungen der Luftwaffe eingegangen waren, hatte die Oppositionspartei „Alternativa Si se puede“ im Stadtrat von Tacoronte einen Antrag eingebracht, das Verteidigungsministerium aufzufordern, diese Flüge einzustellen (das Wochenblatt berichtete).

Nun hat sich der Bürgermeister der Ortschaft, Álvaro Dávila, mit einem General der Streitkräfte getroffen, um sich zunächst informieren zu lassen, bevor der Stadtrat diesbezüglich eine Entscheidung fällt.

Nach diesem Zusammentreffen ist Dávila nun von der Notwendigkeit der Trainingseinsätze für das Allgemeinwohl überzeugt.

Wie der Bürgermeister gegenüber der Presse erklärte, handelt es sich nicht ausschließlich um Übungen, die die Soldaten auf einen Kriegseinsatz in Afghanistan vorbereiten sollen, wie zunächst behauptet wurde, sondern auch um Übungen für zivile Missionen, die in der Dämmerung und den frühen Abendstunden durchgeführt werden müssten.

Allein im Jahr 2012 hätten die Piloten und Helikopter, die über dem Gemeindegebiet trainierten, 125 zivile Einsätze geflogen, beispielsweise um bei der Bekämpfung der verheerenden Waldbrände auf La Gomera zu helfen.

Darüber hinaus würden die Flüge über verschiedenen Gebieten durchgeführt, um nicht immer dieselben Anwohner zu belästigen. Im Sommer fänden sie zwischen 21.00 und 23.00 Uhr statt, im Winter, wenn es früher dunkel wird, schon von 19.00 bis 21.00 Uhr. Dies sei ja nun nicht gerade mitten in der Nacht.

Deshalb hat Bürgermeister Dávila nicht vor, in dieser Sache weiter tätig zu werden oder gar die Verlegung oder Abänderung der Hubschrauber-Nachtübungen zu verlangen.

In der kommenden Sitzung des Stadtrates wird er jedoch den Vertretern aller politischen Gruppierungen Rede und Antwort stehen.




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