Nachbarschaftsverbände von Santa Cruz warnen vor einer Hungersnot


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„Es gibt bereits Anzeichen für eine Hungersnot. Die Menschen haben nichts mehr zu essen, das ist klar, so hart es auch klingt“, erklärte der Sekretär der Vereinigten Nachbarschaftsverbände des Südwestens von Santa Cruz (Fadod) José Ramón Chávez.

Zusammen mit dem Präsidenten der Bürgervereinigung Ocho de Marzo von Añaza, Luis Celso García, klagte er im Rahmen einer Pressekonferenz die schwierige Situation und das soziale Ungleichgewicht in diesem Ortsteil von Santa Cruz an. „Die Kommunalpolitik die an den Tag gelegt wird, ist für die Menschen, die hier leben, absolut ungeeignet.“ Chávez und García forderten die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung auf, ihre Almosen-Politik aufzugeben. Sie verlangten stärkeren Einsatz um gemeinsame Initiativen zu schaffen und nicht noch weitere soziale Dienste zu streichen.

Der Sekretär von Fedod erklärte, dass die Menschen, die dort leben, panische Angst hätten, ihre Wohnungen zu verlieren. „Sie verwenden das wenige Geld, das sie zum Leben haben, um ihre Wohnung zu bezahlen und verzichten dafür sogar auf das Essen. So suchen sie vermehrt die sozialen Speisesäle oder andere Einrichtungen auf, um ihren Hunger zu stillen.“ In diesem Stadtteil, so klagen sie an, steige die Zahl der Kinder, die ohne ein Frühstück zur Schule gehen müssen, immer weiter.

Luis Celso García berichtete, dass es Bürger gibt, die anonym helfen und belegte Brötchen und Getränke in den Schulen abgeben, damit die Kinder etwas zum Frühstück bekommen. „Manchmal sind es sogar die Lehrer, die aus der eigenen Tasche ein Butterbrot oder Mittagessen für Kinder bezahlen, die mit leerem Magen in die Schule kommen. Das ist jedoch nicht der richtige Weg“, klagt er an. „Die Kinder von arbeitslosen Eltern sollten in der Schule kostenlos etwas zu essen bekommen.“ Diese Politik der Almosen kann nach der Meinung der Nachbarschaftsverbände nicht länger aufrechterhalten werden. Sie fordern die Stadtväter auf, sich mit ihnen an einen Tisch zu setzen. „Wir haben Projekte, Initiativen und Pläne, die wir gerne diskutieren würden und gemeinsam durchsetzen könnten.“

Die Stadt, so kritisieren sie, habe ohne Ankündigung eine Aufenthaltsstätte für die Kinder des Stadtbezirks sowie die Bibliothek geschlossen. Viele soziale Einrichtungen seien abgeschafft worden, die sich die Bürger in langen Jahren erkämpft hätten wie die psychopädagogische Beratungsstelle, den Kindergarten etc. Auch lange versprochene Investitionen für eine Plaza oder einen Sportplatz wurden gestrichen. Und der Notfallservice im Gesundheitszentrum der Zone wurde geschlossen, anstatt ihn wenigstens an einigen Wochentagen in Betrieb zu halten.

Die Spenden aus unserer Aktion „Aus Geben wächst Segen“ setzen wir mit unseren beschränkten Möglichkeiten für Menschen ein, die unter ähnlichen Bedingungen, wie die geschilderten, leben müssen. Hilfsstellen in den „armen“ Stadtbezirken von Santa Cruz, La Laguna, im Norden Teneriffas aber auch im Inselsüden, erhalten aus unserer Aktion immer wieder Unterstützung. So konnten wir in der vergangenen Woche den Erlös aus dem Benefiz-Fest im Castillo von Los Realejos an fünf verschiedene Stellen verteilen, die in Puerto de la Cruz und Umgebung von freiwilligen Mitarbeitern der Caritas betreut werden. Dort erhalten bedürftige Menschen ein warmes Essen und werden mit Lebensmitteln versorgt.

Glücklicherweise haben wir neben diesen Einnahmen aus der Veranstaltung auch wieder von lieben Menschen Spenden erhalten. Architekten aus Icod spendeten aus der Aktion „serpersona“ 60 Euro. Hans-Walter und Anke S. feierten ihre goldene Hochzeit und wünschten sich anstelle von Geschenken eine Spende für die Kindertagesstätte Padre Laraña. 400 Euro kamen zusammen und wurden bereits weitergeleitet. Heinz-Josef Delissen hat erneut aus zwei Veranstaltungen „Lyrik und Klassik“ 750 bzw. 440 Euro gestiftet, die Padre Laraña und der Casa de Acogida Maria Blanca zugedacht waren. Ihnen allen ein ganz herzliches Dankeschön.

Was bisher mit den Spendengeldern geschah

Alle Spenden kommen voll den verschiedensten hier ansässigen Hilfsorganisationen zugute. Dafür bürgt die nunmehr in 30 Jahren bei seinen Lesern erworbene Reputation des Wochenblatts. Das Sonderkonto bei der Solbank wird gebührenfrei geführt. Kein Cent für Verwaltungsaufwand oder dergleichen wird von Ihren Spenden abgezweigt.

Bevor eine Hilfsorganisation vom Wochenblatt gefördert wird, unterhält man sich eingehend vor Ort mit den Verantwortlichen und macht sich ein Bild über deren Ziele, Arbeitsweise und Effektivität. Darüber wird in allen Wochenblatt-Ausgaben berichtet.

Spendenempfänger:

„La Mesa“ Puerto de la Cruz (12/09) Euro 2.000

Servicio Social Adeje (12/09) Euro 2.500

„Hijas de la Caridad“ Santa Cruz (02/10) Euro 2.000

Fundación „Candelaria Solidaria“ (02/10) Euro 1.000

„La Mesa“ Puerto de la Cruz (02/10) für die Anschaffung

eines Lieferwagens Euro 4.000

„La Mesa“ Neueröffnung in San Isidro/Granadilla (03/10) Euro 1.300

Centro de Día Padre Laraña (04/10) Euro 3.000

Sozialer Speisesaal Hijas de Caridad, Santa Cruz (05/10) Euro 2.500

Caritas Puerto de la Cruz (06/10) Euro 500

und (08/10) Euro 500

Sozialer Speisesaal San Pío X, Santa Cruz (09/10) Euro 2.500

Kinder-Tageszentrum Padre Laraña (11/10) Euro 2.500

„Hijas de la Caridad“ Santa Cruz (12/10) Euro 2.500

Kinder-Tageszentrum Padre Laraña – Weihnachtsbescherung (12/10) Euro 591,77

Caritas Puerto de la Cruz (01/11) Euro 1.000

Caritas Teneriffa – Lebensmittel-Lieferung (03/11) Euro 3.000

Kinder-Tageszentrum Padre Laraña (04/11) Euro 1.000

„Hijas de la Caridad“ Santa Cruz (07/11) Euro 2.000

Sozialer Speisesaal Casa de Acogida María Blanca, Puerto de la Cruz (8/11) Euro 900

Kinder-Tageszentrum Padre Laraña (09/11) Euro 1.500

Caritas Puerto de la Cruz (10/11) Euro 1.500

Kinder-Tageszentrum Padre Laraña – Weihnachtsbescherung (01/12) Euro 928,13

Sozialer Speisesaal Casa de Acogida María Blanca, Puerto de la Cruz (01/12) Euro 1.000

„Hijas de la Caridad“ Santa Cruz (01/12) Euro 1.000

Caritas „Virgen de los Dolores“ (01/12) Euro 1.000

Caritas Los Cristianos (02/12) Euro 2.000

Kinder-Tageszentrum Padre Laraña (04/12) Euro 1.500

Sozialer Speisesaal „San Vicente de Paul“ La Laguna (05/12) Euro 1.500

Sozialer Speisesaal Casa de Acogida María Blanca, Puerto de la Cruz (9/12) Euro 750

Caritas „Virgen de los Dolores“ (09/12) Euro 750

„Hijas de la Caridad“ Santa Cruz (12/12) Euro 5.000

Sozialer Speisesaal „San Vicente de Paul“ La Laguna (12/12) Euro 2.000

Gemeinde-Hilfsstellen in Puerto de la Cruz: „Virgen de los Dolores“, „San Juan de Padua“, „La Candelaria“ und „Peña de Francia“ (12/12) zusammen Euro 2.000

Sozialer Speisesaal Casa de Acogida María Blanca, Puerto de la Cruz (12/12) Euro 570

Kinder-Tageszentrum Padre Laraña – Weihnachtsbescherung (12/12) Euro 899,29

Kinder-Tageszentrum Padre Laraña (1/13) Euro 5.000

Kinder-Tageszentrum in La Vera – für Computer und einen Projektor  (1/13) Euro 1.019,03

Sozialer Speisesaal San Pío X, Santa Cruz de Tenerife (01/13) Euro 2.000

Sozialer Speisesaal Casa de Acogida María Blanca, Puerto de la Cruz (3/13) (Euro 4.000 + 440) Euro 4.440

Vier Hilfsstellen der Caritas, Puerto und Umgebung, (3/13) (Euro 4 x 500) Euro 2.000

Kinder-Tageszentrum Padre Laraña (3/13) (Euro 750 + 400) Euro 1.150

Einladung an unsere Leser zum Mitmachen

Die Idee ist ganz einfach: Sie spenden einen Einmalbetrag oder sagen zu, monatlich ein Jahr lang, „Überwinterer“ vielleicht auch nur ein halbes Jahr lang, einen festen Betrag auf das Sonderkonto unserer Gemeinschaftsaktion „Aus Geben wächst Segen“ bei der Sol Bank einzuzahlen. Bankdirektor Don Emilio Bas Castells führt dieses Konto für uns kos­tenlos. Das Wochenblatt garantiert, dass jeder Cent von diesem Konto ohne Abzug Hilfsorganisationen auf Teneriffa zugute kommen wird. Von der Organisation, die Ihr Geld erhalten hat, bekommen Sie auf Wunsch eine Spendenbescheinigung. Als Vorbild für mögliche weitere Spender zur Nachahmung werden im Rahmen des „Spendenbarometers“ die Namen der Mitmachenden, sowie Höhe der Beträge in jeder Wochenblatt-Ausgabe veröffentlicht. Sie können sich dazu auch einen „Mitmachnamen“ ausdenken, unter dem Ihre Gabe genannt wird.

Machen Sie mit…

Wenn auch Sie bei unserer Aktion „Aus Geben wächst Segen“ mitmachen wollen, überweisen Sie bitte Ihre Spende auf das unten genannte Konto. Alternativ nehmen wir auch gerne Ihren Scheck oder Bargeld in unserem Büro in Puerto de la Cruz entgegen.

Spendenkonto bei der Solbank: 00810403340001185625

IBAN: ES1400810403340001185625

BIC: BSABESBB

Das Online-Spendenformular finden Sie hier: