Mutmaßlicher Mörder gefasst


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Der Exmann der am 18. August ermordeten Litauerin wurde nach einwöchiger Fahndung in Santa Cruz de Tenerife gestellt

Nach einer über einwöchigen Fahndung gelang der Kriminalpolizei am 25. August in Santa Cruz de Tenerife schließlich doch die Festnahme des Litauers Maris Meiers. Der 44-Jährige wird des Mordes an seiner 26-jährigen Exfrau angeklagt, die in der Nacht des 18. August in Guargacho (Teneriffa-Süd) auf dem Vorplatz ihres Hauseingangs durch mehrere Messerstiche starb.

Guardia Civil-Chef Ricardo Arranz berichtete in einer Pressekonferenz, dass die Festnahme des mutmaßlichen Täters auch dank der Mithilfe von Zeugen gelungen war. Unmittelbar nach der Tat hatten Augenzeugen ausgesagt, dass sie einen Mann vom Tatort flüchten sahen, dessen Beschreibung auf den Exmann des Opfers zutraf. Allerdings habe er eine Perücke getragen; vermutlich um die Erkennung durch sein Opfer so weit wie möglich hinauszuzögern. Gegen Maris Meiers lag ein gerichtliches Annäherungsverbot vor, und er schickte seiner Exfrau aus Litauen immer wieder Drohungen per SMS aufs Handy. Die Polizei schließt nicht aus, dass er nur nach Teneriffa zurückkehrte, um sich an ihr zu rächen.

Nach einer zunächst erfolglosen Fahndung nach dem mutmaßlichen Mörder, erhielt die Polizei schließlich verschiedene Hinweise, dass der Täter sich in La Laguna und Santa Cruz per Straßenbahn bewegte und mehrere Internetcafés aufgesucht hatte.

Am 25. August wurde er in einem Geschäft in der Inselhauptstadt verhaftet, nachdem Polizeibeamte ihn beim Aussteigen aus der Straßenbahn und Betreten des Ladens beobachtet hatten.




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