Mülltrennungsanlage für Verkaufsverpackungen wenig ausgelastet


In neun Gemeinden fehlen immer noch Plastikmüllcontainer

Die neue Mülltrennungsanlage im Complejo Medioambiental in Arico, in der Verkaufsverpackungen wie Tetrapaks, Plastikflaschen und Dosen sortiert werden, ist nur knapp zur Hälfte ausgelastet.

Dies teilte das Umweltamt des Cabildos mit und verdeutlichte anhand einer Liste, welche Inselgemeinden besonders viel wiederverwertbaren Plastikabfall in das Mülltrennungswerk liefern, und welche Gemeinden noch keinen Beitrag zur diesbezüglichen Mülltrennung leisten.

Obwohl das Volumen an getrennt entsorgtem Plastikmüll in den letzten drei Jahren zugenommen hat, ist das Leistungsvermögen der Anlage in Arico längst noch nicht ausgeschöpft. Bei einem Arbeitsrhythmus in zwei Schichten könnte die Anlage dreimal so viel leisten wie heute von ihr verlangt wird.

Gelbe Container zur Entsorgung von envases, sprich Verkaufsverpackungen stehen heute noch nicht in allen Gemeinden auf Teneriffa. Verblüffend ist, dass einige Städte mit einer hohen Einwohner- bzw. Verbraucherzahl noch nicht über diese Container verfügen. In der Touristenmetropole Adeje zum Beispiel stehen keine gelben Plastikmüllcontainer in den Straßen und auch in La Orotava im Norden fehlen diese Behälter weiterhin. In beiden Fällen versicherten Gemeindesprecher, dass sich dies in Kürze ändern wird. Auch die übrigen Gemeinden, in denen Plastikmüll bisher noch im herkömmlichen Hausmüll landet – Buenavista, Fasnia, Garachico, Icod de los Vinos, Los Silos, El Tanque und Vilaflor – wollen (teils innerhalb der „nächsten Wochen“) gelbe Müllcontainer zur Entsorgung von Verkaufsverpackungen aufstellen.

Um die Bevölkerung für das Thema Recycling zu sensibilisieren und zur Mülltrennung im Haushalt anzuregen hat das Cabildo bereits im Februar eine Kampagne unter dem Motto „Beim Müll ist weniger mehr“ gestartet.             




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