Motte vernichtet Kartoffelernte


Schuld daran ist der trockene Winter

Die guatemaltekische Motte, ein vor 13 Jahren auf Teneriffa eingeschleppter Schädling, hat zwischen 50 und 100% der diesjährigen Kartoffelernte im Inselnorden vernichtet, gab José Joaquín Bethencourt vom Cabildo bekannt.

Schuld an der enormen Ernteeinbuße sei  der trockene Winter, der zur Verbreitung der Motte beigetragen habe.

Die Kartoffelbauern wurden von der Inselregierung aufgefordert, ihre nutzlose Ernte nicht aufzugeben, sondern die befallenen Kartoffeln einzusammeln und vernichten zu lassen, denn ein infiziertes Feld würde auch die nächste Ernte gefährden. Außerdem breite sich die Motte extrem schnell aus und befalle auch die anliegenden Felder.

Auch David Vera, Präsident der Kooperative Los Canascos, die vor allem im Gebiet von Esperanza Kartoffelanbau betreibt, bestätigte gegenüber der Zeitung El Día, die Ernte von Speisekartoffeln sei um 60% eingebrochen. Die befallenen Knollen könnten jetzt nur noch an Ziegen verfüttert werden.

Im Gegensatz zum Vorjahr seien die Speicher leer, sodass die Bevölkerung auf Importkartoffeln zurückgreifen müsse – ein Preisanstieg ist somit absehbar.




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