Moderner Verkehrsknotenpunkt mit Anfangswehwehchen


© Titsa

„Intercambiador“ von La Laguna eingeweiht

Am 24. März wurde La Lagunas neuer Umsteigebahnhof von Paulino Rivero, Präsident der Kanarischen Inseln, und Ricardo Melchior, Inselpräsident von Teneriffa, eingeweiht. Zwei Tage später wurde der moderne Verkehrsknotenpunkt in Betrieb genommen.

Umsteigen zwischen Auto, Straßenbahn, Bus, Taxi und irgendwann auch Zug

Direkt an der Nord-Autobahn und am Kreisverkehr Padre Anchieta gelegen, können die Fahrgäste hier nun – je nach Lust, Laune oder Notwendigkeit – ein- bzw. aussteigen oder auf Busse, Straßenbahnen, Taxis, Kraftfahrzeuge, Motorräder, Fahrräder und irgendwann auch Züge umsteigen. Um die zwei Millionen Fahrgäste jährlich sollen den Bahnhof passieren.

Während das Gelände des Umsteigebahnhofes ca. 200 Parkplätze für Kraftfahrzeuge und einige weitere für Motorräder und Fahrräder [Zugang über Avenida Ángel Guimerá] sowie die Parkbuchten der Busse aufnimmt, befinden sich Straßenbahnhaltestelle und Taxistand auf der Nebenstraße, der Avenida Ángel Guimerá.

Im Zuge der Eröffnung der Infrastruktur hat das Busunternehmen Titsa fünf neue innerstädtische Verbindungen eingerichtet und die Frequenz anderer Linien erhöht.

Zu eng ausgelegt?

La Lagunas Einzelhändler begrüßten die neue Infrastruktur und hoffen, dass der neue „Intercambiador“ mehr Kundschaft bringen wird.

Doch auch Kritik wurde bereits laut, denn einige Busfahrer zeigten gegenüber einer Inselzeitung Missstände an dem neuen Umsteigebahnhof auf. Unter anderem sollen die Busse teilweise zu wenig Platz zum Rangieren haben, auch sei der für die Fahrgäste belassene Raum an den Haltebuchten teils zu eng bemessen und in den Personalräumen fehle es an natürlicher Belüftung. Kritisiert wurde, dass das dekorative Dach des Bahnhofes durch Schaffung weiterer Räume besser hätte genutzt werden können und dass das Innere der Struktur wenig Raum biete.

Gegenüber derselben Inselzeitung erwiderte Manuel Francos, Kommunikationschef von Titsa, die Busfahrer seien auf enge Platzverhältnisse geschult und der Raum sei zum Rangieren ausreichend. Allerdings könnte immer alles besser sein. Auch wies er darauf hin, dass gegenüber den vorherigen Personalkammern die Räume nun um einiges größer seien.

Während die Busfahrer teils vermuteten, der Umsteigebahnhof sei aufgrund der bevorstehenden Wahlen zu schnell fertiggestellt und eröffnet worden, meinte Francos, die Einweihung sei, wie üblich, nach der Fertigstellung erfolgt.




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