Moderne Kinderintensivstation eröffnet


Bereits vor 25 Jahren stellte der Chefarzt der Pädiatrie im Krankenhaus La Candelaria einen entsprechenden Antrag

Das Universitätskrankenhaus Nuestra Señora de Candelaria (HUNSC) in Santa Cruz hat dieser Tage die neue, mit modernster Technologie ausgestattete Kinderintensivstation in Betrieb genommen. Sie soll nicht nur die Versorgung der kleinen, schwer kranken Patienten verbessern sondern auch die Arbeit des Personals vereinfachen und die Intensivstation für Erwachsene entlasten.

Am 9. Dezember weihte Jorge Gómez Sirvent, Chefarzt der Pädiatrie im Universitätskrankenhaus La Candelaria, im Beisein von Roberto Moreno, Direktor des Kanarischen Gesundheitsdienstes (SCS), Mercedes Cueto, Leiterin des Krankenhauses, und Carlos Solís, Leiter der Kinderintensivstation, die neue Abteilung ein. Sirvent erklärte, bereits vor 25 Jahren habe er beim Gesundheitsdienst eine Kinderintensivstation beantragt. Vor fünf Jahren sei mit den Arbeiten begonnen worden – nun endlich sei die Kinderintensivstation Wirklichkeit. 

Die neue Station befindet sich in der dritten Etage des Hauptgebäudes, gleich neben der Intensivstation für Neugeborene. Es gibt fünf mit modernster Technologie ausgestattete  Behandlungsplätze, die sowohl die Intensivüberwachung von Kindern in kritischem Zustand als auch die postoperative Überwachung und die Behandlung diverser Krankheitsbilder ermöglichen. An einem Platz kann sogar vor Ort eine größere Operation durchgeführt werden, falls der Gesundheitszustand des Kindes keine Verlegung in den OP erlaubt. 

Vier der fünf Zimmer können per Unterdruck in Isolierzimmer umfunktioniert werden, um andere Kinder vor einer Infektion zu schützen. Am Eingang der Station gibt es eine obligatorische Wasch- und Hygieneeinrichtung. 

Auch wurde ein rund um die Uhr nutzbares Ruhezimmer für die Familienangehörigen der kleinen Patienten eingerichtet.   

Jorge Gómez Sirvent gab bekannt, dass jährlich etwa 250 Kinder einer intensivmedizinischen Überwachung und Behandlung in diesem Krankenhaus bedürften. Der Großteil der Kinder leide an schweren Atemproblemen, einer Infektionskrankheit oder einem neurologischen Problem. Etwa ein Viertel müsse postchirurgisch überwacht werden. Im Durchschnitt würden die kleinen Patienten zwei Tage auf der Intensivstation verbringen. Die neue Kinderintensivstation würde die Behandlung schwerkranker Kinder verbessern und dem Personal die Arbeit vereinfachen. 




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