Milchbauern von Arico kämpfen um ihre Existenz


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Die Käserei Arico schuldet den Viehwirten 1,5 Millionen Euro

Im Konflikt zwischen den Viehwirten und der Käserei von Arico hat sich nach tagelangen Protesten der Viehwirte vor den Türen der Käserei schließlich das Cabildo von Teneriffa eingeschaltet. Die Milchbauern hatten sich mobilisiert, weil ihre finanzielle Lage aufgrund der seit Monaten ausstehenden Zahlungen vonseiten der Käserei immer schlechter wurde.

Um ihrem Protest mehr Nachdruck zu verleihen, verteilten sie am 29. August vor der Käserei kostenlos ihre Tagesproduktion – etwa 400 Liter Ziegenmilch.

Nach einem erfolgreichen Treffen der Viehwirte mit dem Beauftragten für Wirtschaft im Cabildo, Carlos Alonso, und Aricos Bürgermeister Eladio Morales zeigten sich die Milch­bauern zufrieden mit den Be­mühungen der Inselverwaltung. Eladio Morales teilte den Betroffenen mit, dass ihnen dank eines Abkommens mit der Käserei Benijos ein Abnehmer für ihre Milch zumindest im September gewährleistet ist. Bis der Konflikt mit der Käserei Arico gelöst ist, können die Viehwirte von Arico ihre Milch nach Benijos verkaufen.

Au­ßerdem wird das Cabildo den betroffenen Bauern mit juristischem Rat zur Seite stehen und sich um Kontakte mit Banken bemühen, die zu Lasten der Käserei Arico die geschuldeten Beträge vorschießen könnten.

Die Schulden belaufen sich nach Auskunft der Bauern auf 1,5 Millionen Euro. Seit über sechs Monaten wurden die Milchlieferungen nicht mehr bezahlt. Sätze wie „Wir wollen unser Geld“, oder „Die Käserei hat uns in den Ruin getrieben“ waren von den Betroffenen zu hören. Das Angebot der Käserei, vorerst eine Monatszahlung zu leisten und für den Rest der Summe Schuldscheine auszustellen, lehnten die Bauern ab.




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