Messer-Mord in Icod


In Icod de los Vinos ist ein 66 Jahre alter Mann mit mehreren Messerstichen und Schlägen auf den Kopf getötet worden. Salvador Luis González, ein alteingesessener Einwohner der Stadt und pensionierter Fleischermeister, wurde am Nachmittag des 14. Januar von einem seiner Enkel in seinem Haus im Camino de Las Adelfas 4 tot aufgefunden.

Wie die Ermittlungen ergaben, wurde das Opfer mit sieben Messerstichen, welche mit drei verschiedenen Messern ausgeführt wurden, attackiert und zusätzlich mit verschiedenen Gegenständen, einer Statuette und einem Aschenbecher, auf den Kopf geschlagen. 

Der Verdacht fiel schnell auf einen jungen Mann von 21 Jahren, der aus Santander angereist war, offenbar, um eine 16-jährige Enkelin des Opfers zu treffen, die er über das Internet kennengelernt hatte. Frustration über die Weigerung des Mädchens, eine Beziehung mit ihm einzugehen, wird als mögliches Motiv für die Aggression untersucht. 

Sergio Díaz Gutiérrez, der, wie es heißt, einige Tage zuvor schon das Auto der Tochter von Salvador L. G. zerkratzt hatte, soll sich nach seiner Flucht vom Tatort noch eine Nacht in einer Ferienwohnung nahe dem Strand von Icod de los Vinos aufgehalten haben. Am Morgen darauf wurde er um 6.20 Uhr auf dem Nordflughafen verhaftet, von wo aus er über Barcelona nach Santander zurückfliegen wollte.

Vor der Tat hatten Anwohner Sergio Díaz in der Umgebung des Hauses gesehen. Eine der Tatwaffen, eine noch blutverschmierte Dekorationsfigur, wurde durch einen Sohn des Getöteten in einem 40 Meter entfernten Müllcontainer entdeckt. Zwei der drei Messer, die für die Tat benutzt wurden, stammen aus dem Haushalt des Opfers, ein weiteres wurde von dessen Verwandten nicht erkannt und wahrscheinlich vom Täter mitgebracht. 

Salvador Luis González war verwitwet und lebte mit der Familie seiner Tochter zusammen. Er besaß zwei Fleischereien in La Centinela und in der Calle Key Muñoz. Sein Sohn betreibt eine weitere Schlachterei der Familie in Garachico. Salvador arbeitete nicht mehr, führte jedoch noch immer die Oberaufsicht in den beiden Geschäften. Am Tag seines Todes hatte er beide besucht und war um 11.30 wieder gegangen. Um drei Uhr nachmittags wurde er dann tot in seinem Haus aufgefunden.




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