Melchior: „Man muss den Teide im Herzen tragen!“


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Cabildo-Präsident fordert Nationalparkverwaltung ein

„Entweder zieht die kanarische Regierung ihr Verwaltungsprojekt für den Nationalpark zurück, oder ich spiele da nicht mehr mit“, ist das Ultimatum von Teneriffas Cabildo-Präsident Ricardo Melchior im Hinblick auf die neue Verwaltungsstruktur für die vier kanarischen Nationalparks.

Bekanntlich hat Madrid diese Verwaltung nun mit einem Etat von 16,5 Millionen Euro der kanarischen Regionalregierung übergeben (Wochenblatt, 7.10.09).

Das kanarische Parlament erklärte sich nun bereit, dieser Aufgabe in vollem Maße nachzukommen. Lediglich ganz vage wurde die Möglichkeit angesprochen, auch die Patronate der vier Nationalparks Las Cañadas del Teide (Teneriffa), Garajonay (La Gomera), Timanfaya (Lanzarote) und Caldera de Taburiente (La Palma) mit einzubeziehen.

Melchior, nicht nur Cabildo-Präsident, sondern gleichzeitig auch Präsident des Teide-Patronats, ist empört und hofft, dass sich die Sache bald klärt: „Da nützen auch keine kleinen Abänderungen im Verwaltungsprojekt. Das ganze Ding muss vom Tisch, denn es taugt nichts. Entweder verschwindet das Projekt, oder ich gehe.“ Es gehe nicht an, dass eine für die Bewohner der Insel so bedeutsame Kostbarkeit wie der Nationalpark in die Hände von Menschen gelegt werde, die „den Teide nicht im Herzen tragen“.

Auch der zweite Cabildo-Vizepräsident Antonio Alarcó tönt ins gleiche Horn: „Die Cabildos sind seit über 30 Jahren in der Lage, die Nationalparks zu verwalten. Jetzt, wo die Kompetenzen dazu endlich aus Madrid an die Inseln übertragen wurden, sollten es auch die Cabildos sein, die hier das Sagen haben, zumal sie ja bereits schon seit langem die Forstverwaltung innehaben.“




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