Mehr Polizeipräsenz gefordert


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Zahl der Trickdiebstähle und Fahrzeugeinbrüche an Aussichtspunkten drastisch gestiegen

Angesichts der gestiegenen Zahl von Diebstählen in Mietautos, die Richtung Teide-Nationalpark unterwegs sind und an einem der zahlreichen Aussichtspunkte halten, sollen Maßnahmen ergriffen werden.

In den letzten Wochen und Monaten ist die Zahl der Diebstähle in Mietautos, die Richtung Teide-Nationalpark unterwegs sind und an einem der zahlreichen Aussichtspunkte halten, besorgniserregend gestiegen. Dies hat die Südgemeinden Vilaflor, Granadilla de Abona, Arona, Adeje, Guía de Isora, San Miguel und Santiago del Teide dazu veranlasst, Anträge bei der Guardia Civil zur Verstärkung der Polizeipräsenz zu stellen.

Die Gemeinden stellen sorgenvoll fest, dass die Zahl der von Touristen erstatteten Diebstahlsanzeigen seit Weihnachten angestiegen ist. Besonders häufig komme es zu Diebstählen im Inneren von Fahrzeugen, die an den beliebten Aussichtspunkten Pino Gordo in Vilaflor, den „Miradores“ bei Boca Tauce, La Montañita, Los Gigantes und Chío anhalten. Vilaflors Bürgermeisterin Agustina Beltrán äußerte besorgt, dass Fahrzeugeinbrüche mittlerweile an der Tagesordnung seien. Dies schaffe ein Gefühl der Unsicherheit, was dem Image der Insel schade, denn die Opfer der Diebstähle seien fast immer Touristen, erklärte die Bürgermeisterin weiter. Sie war es auch, die die Initiative ergriff und ihre Kollegen in den anderen Gemeinden kontaktierte, um das gemeinsame Anliegen bei der Regierungsdelegation vorzutragen und eine stärkere polizeiliche Überwachung zu fordern.

Agustina Beltrán ist davon überzeugt, dass die geringe Polizeipräsenz den Tätern leichtes Spiel verschafft. Es handele sich ihrer Ansicht nach um organisierte Banden, deren Mitglieder sich untereinander absprechen. „Wenn hier eine Polizeistreife unterwegs ist, dann treten sie an der Straße von Santiago del Teide in Aktion und umgekehrt. Sie wissen, dass hier nicht viele Beamte im Dienst sind.“ Außerdem sei es für die Opfer geradezu eine Zumutung, dass sie zur Anzeigenerstattung bis nach Las Américas fahren müssen, weil es in diesem Gebiet keine Dienststelle der Guardia Civil gibt.

Unternehmerkreis des Südens besorgt

Angesichts der zugespitzten Lage und auf Antrag des Unternehmerkreises des Südens, fand vor wenigen Tagen ein Treffen zwischen dem Beauftragten der Zentralregierung auf den Kanaren, Enrique Hernández Bento, Vertretern der Guardia Civil, der Nationalpolizei und den Unternehmern sowie Mitgliedern des Hotelverbands Ashotel statt.

Nach einer ausführlichen Darlegung der Problematik versprach Enrique Hernández Bento, die Polizeipräsenz zu verstärken. Man könne natürlich nicht an jedem Aussichtspunkt einen Beamten postieren, gab er zu bedenken, er verpflichte sich jedoch dazu, nach neuen Möglichkeiten zur Koordinierung der verschiedenen Polizeikräfte zu suchen, um einen effektiveren Schutz zu gewährleisten. Hernández Bento betonte, dass es sich bei den Verbrechern um polizeibekannte Wiederholungstäter handele, die früher oder später freikommen.

Polizeidienststelle

für das Gebiet zwischen Las Chafiras und Parque La Reina gefordert

Der Vorsitzende des Unternehmerkreises Teneriffa Süd, Roberto Ucelay, zeigte sich im Anschluss an das Treffen zufrieden mit dem Ergebnis der Gesprächsrunde und den Zugeständnissen des Regierungsdelegierten.

Auch die Zusage von Enrique Hernández Bento, den Unternehmerkreis über weitere Fälle und gegebenenfalls Festnahmen auf dem Laufenden zu halten, wertete er äußerst positiv. Außerdem, erklärte Ucelay, habe der Unternehmerkreis beantragt, dass eine Diensstelle der Guardia Civil für das Gebiet zwischen Las Chafiras und Parque La Reina eingerichtet wird. Des Weiteren werde an der Idee einer App gearbeitet, über die betroffene Urlauber schnell und unbürokratisch Anzeige erstatten können, wenn sie Opfer eines Diebstahls geworden sind.

Als Fazit des Treffens unterstrichen die Vertreter der Unternehmerschaft sowie der Regierungsdelegierte die Not­wen­digkeit, die Destination Kanarische Inseln weiter als sicheres Urlaubsziel anbieten zu können.




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