Mehr Platz für ausgesetzte Hunde

Das Tierheim Tierra Blanca in Fasnia

Das Cabildo wird das Tierheim Tierra Blanca in Fasnia vergrößern

Teneriffa – Die Inselverwaltung von Teneriffa wird noch in diesem Jahr die Vergrößerung des Tierheims Tierra Blanca in Fasnia um ein weiteres Gebäude in Auftrag geben. Dies teilte der Leiter des Inselressorts für Landwirtschaft, Viehzucht und Fischerei, Javier Parrilla, im Anschluss an die erste Sitzung des Inselrats für Tierwohl, die am 19. Februar stattfand, mit. Die öffentliche Ausschreibung der Bauarbeiten solle baldmöglichst erfolgen, damit diese noch dieses Jahr beginnen können, erklärte er. 383.744 Euro sind für den Ausbau vorgesehen. Parallel zum Bau des neuen Gebäudes sollen auch die bestehenden Einrichtungen verbessert, sowie 20.000 Euro für Aktivitäten bereitgestellt werden, die in der Bevölkerung das Bewusstsein für Tierschutz schärfen.
Das Tierheim Tierra Blanca in Fasnia ist Eigentum des Cabildos, das die Verwaltung der Firma Tragsatec übertragen hat. Das Tierheim unterstützt Gemeinden, die nicht über städtische Tierasyle verfügen, durch die Aufnahme ausgesetzter Hunde. Aktuell hat Tierra Blanca Platz für 500 Hunde. Das neue Gebäude soll 1.060 Quadratmeter groß sein; zwei Höfe für Auslauf sind vorgesehen. Darin sollen je nach Größe und Umgänglichkeit 56 bis 120 Hunde untergebracht werden können.
„Wir haben auf der Insel eine komplexe Situation, was das Aussetzen von Tieren angeht. Das ist auf das fehlende Verantwortungsbewusstsein einiger Menschen zurückzuführen “, erklärte Javier Parrilla. Zwar seien grundsätzlich die einzelnen Stadtverwaltungen für die in ihrem Gemeindegebiet ausgesetzten Tiere und ihre Unterbringung zuständig, das Cabildo sei jedoch stets bereit, in dieser Angelegenheit Unterstützung zu gewähren. In diesem Sinne habe das Cabildo auch Subventionen im Gesamtwert von 50.000 Euro eingeplant, um auf Gemeindeebene den Bau von Tierheimen zu unterstützen. Javier Parrilla mahnt jedoch, dass die Lösung des Problems von ausgesetzten Tieren nicht in der Schaffung neuer Aufnahmeeinrichtungen liegt, sondern in der Stärkung des Verantwortungsbewusstseins der Bevölkerung und der Veränderung der Gesellschaft.

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