Mehr Campingplätze gefordert


© Moisés Pérez

Auf Teneriffa gibt es rund 12.000 Camping-Freunde und 800 Wohnmobile

Durch die Krise hat das Campen als Urlaubs- und Freizeitgestaltung an Beliebtheit gewonnen. Auf Teneriffa gibt es jedoch nur wenige Campingplätze bzw. -zonen, wo das Zelten erlaubt ist.

Plätze mit sanitären Einrichtungen und teilweise auch Stromanschluss, Waschmaschine, Schwimmbad etc. gibt es nur in El Médano (Camping Montaña Roja), Cañada Blanca bei Las Galletas (Camping Nauta), Guía de Isora (Camping Castillo de Himeche), Punta del Hidalgo (Camping Punta del Hidalgo) und Tajao (Camping Ecológico de Canarias). Für die 11.000 bis 12.000 Campingfreunde der Insel ist das zu wenig. Deshalb fordert „Prodecan“ (Bürgerplattform für die Rechte der Camper) von den Gemeindeverwaltungen, mehr Plätze einzurichten, wo das Zelten möglich ist, ohne dass sich die Camping-Freunde Sorgen machen müssen, mit einem Bußgeld belegt zu werden. Nach Ansicht von „Prodecan“ sind die Ayuntamientos dafür zuständig, die Camping-Aktivitäten zu regulieren, statt sie einfach zu verbieten. Die Plätze müssten laut Angaben der Organisation gar nicht teuer sein, eine Minimalausstattung mit Wasser und Toiletten wäre ausreichend. Auch sei die Kapazität der bestehenden Campingplätze viel zu gering, die beiden Plätze Punta del Hidalgo und Montaña Roja beispielsweise seien jeweils nur für maximal 300 Personen ausgelegt. 

Auch ACAT (Asociación de Autocaravanas de Tenerife), die Interessenvertretung der Wohnmobil-Camper, will mehr Bewegungsfreiheit für Wohnwagenbesitzer. Sie fordern das Recht ein, überall parken zu dürfen, solange sie niemanden belästigen. Außerdem bemängelt ACAT, dass es für die 8.000 Wohnmobile der Insel nur zwei Anlaufstellen gibt, wo die Abwassertanks entleert werden können. Diese befinden sich in Pinolere, La Orotava, und auf einer Tankstelle in Abades. Für die stetig wachsende Zahl von Wohnmobil-Campern brauche es über die Insel verteilt mindestens zehn Anlaufstellen, die diesen Service, selbstverständlich gegen Bezahlung, anbieten. Viele Touristen, die Teneriffa mit dem Wohnmobil besuchen, würden wegen des Mangels an Servicestationen nach Marokko ausweichen. 




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