Maßnahmen gegen die Staus auf der TF-1


Zu den Stoßzeiten kommt es auf der Südautobahn regelmäßig zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen. Foto: WB

Die Südautobahn soll langfristig entlastet werden

Teneriffa – Während für die Nordautobahn noch keine Lösung gefunden wurde, ist im Oktober die Debatte um das allmorgendliche Stauproblem auf der Südautobahn erneut entbrannt.   

Nachdem das Cabildo angekündigt hatte, im Dezember fünf Millionen Euro in die Neuasphaltierung des stark in Mitleidenschaft gezogenen Abschnittes zwischen dem Südflughafen und Adeje zu investieren, meldete sich der Unternehmerzirkel des Inselsüdens (CEST) zu Wort und erinnerte an das sich ausweitende Stauproblem zu den Stoßzeiten.

CEST-Vizepräsident Jordi Esplugas wies darauf hin, dass es täglich zwischen 8.00 und 10.00 Uhr bzw. zwischen 16.00 und 17.00 Uhr insbesondere an den Anschlussstellen von Las Chafiras, Guaza, Los Cristianos und Playa de las Américas zu bedeutenden Rückstauungen komme. Was wiederum das Image des Urlaubsziels verschlechtere, mit negativen Auswirkungen für den inselweit wichtigen Tourismus, hieß es seitens der betroffenen Gemeinden Granadilla, San Miguel, Arona und Adeje übereinstimmend.

Sowohl der Unternehmerazirkel als auch die Gemeinden erklärten den Bau einer dritten Fahrspur zwischen Las Chafiras und Adeje zur absoluten Priorität, gleich nach der Fertigstellung des Südkrankenhauses in Los Cristianos. Dabei handelt es sich um ein bereits vor sieben Jahren im Straßenbauabkommen mit dem Staat vorgesehenes Projekt, das einschließlich der Enteignungen bis zu 125 Millionen Euro kosten könnte.

Daraufhin sagte das regionale Bauressort 23,9 Millionen Euro zu, um das Vorhaben in Gang zu bringen. Als Erstes sollen der Verlauf des Teilstückes zwischen Playa de las Américas und Adeje festgelegt und das Projekt des Teilstückes zwischen San Isidro und Playa de las Américas ausgearbeitet werden.

Neue Anschlussstelle

Darüber hinaus sollen 22,9 Millionen Euro für die Anlegung einer neuen Anschlussstelle bei Las Chafiras-Oroteanda zur Verfügung gestellt werden, welche die aktuell einzige Verbindungsstelle zum Industriegebiet sowie zu den Golfplätzen und der Marina von San Miguel entlasten würde. Die Bestätigung der Umweltverträglichkeit liegt bereits vor, nun muss das Vergabeverfahren eingeleitet werden.

Neuordnung

Der CEST begrüßte diese Ankündigung. Roberto Ucelay erklärte die Schaffung der neuen Anschlussstelle zu einer der Lösungen für das Stauproblem.

Gleichzeitig wies der Präsident des Unternehmerzirkels auf eine Zusammenstellung von weiteren zehn kostengünstigen, schnell umsetzbaren Maßnahmen hin, welche der CEST bereits vor geraumer Zeit vorgelegt habe. Dabei geht es vor allem um die Neuordnung der besonders problematischen Anschlussstellen von Los Cristianos, Playa de las Américas, Guaza, Parque de la Reina und Las Chafiras.

Dem CEST schwebt unter anderem vor, den Verkehrsfluss in die verschiedenen Richtungen mittels durchgezogener Linien zu trennen, diverse Stopp- und Vorfahrt-gewährende Schilder sowie Zebrastreifen abzuschaffen oder, wo möglich, zusätzliche Fahrspuren einzurichten.

Ornella Chacón, Leiterin des Bauressorts, sagte dem CEST die Prüfung der Vorschläge seitens der regionalen Experten zu. Auch das Cabildo will eine entsprechende Studie einholen.




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