„Los Rodeos“-Erweiterung stößt auf heftigen Widerstand


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Die von den angekündigten Enteignungen betroffenen Anwohner sind empört

Was wie ein simples Gerücht begann, hat sich Ende August überraschend schnell bewahrheitet. Die spanische Regierung will Teneriffas Nordflughafen Los Rodeos erweitern und muss dafür zahlreiche Grundstücke der zu La Laguna gehörenden Ortsteile Camino de La Villa und San Lázaro enteignen.

Konkret ist für die Flughafenerweiterung eine Oberfläche von 22.000 Quadratmetern vorgesehen.

Die von der drohenden Enteignung betroffenen Anwohner monieren nun in diesem Zusammenhang nicht nur die   Tatsache des Verlustes ihrer Grundstücke, die zu allem Überfluss zu den wasserreichsten dieser landwirtschaftlich genutzten Gegend gehören, sondern insbesondere die unbedachte Vorgehensweise der Regierung. Ohne vorheriges Treffen mit Vertretern der Anwohnerverbände noch sonstiger Ankündigungen oder Absprachen sei „urplötzlich“ im Eilverfahren die Enteignung der betroffenen Grundstücke angekündigt worden, lautet nun unter anderem die Kritik der Betroffenen, die von La Lagunas Stadtverwaltung unterstützt werden.

Demo am 15. September

Die Anwohner von San Lázaro und Camino de La Villa haben den Rücktritt des Rerungsdelegierten auf den Kanaren, José Segura gefordert. Bereits vor Wochen haben sie ein Treffen mit ihm beantragt, um mehr über die Pläne zur Erweiterung des Flughafens zu erfahren. Segura habe sich auf ihre Anfrage bislang nicht gemeldet. Die Anwohner haben für den 15. September eine Demonstration gegen die Aena-Pläne in Los Rodeos angekündigt.




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