Loch in Straße gerissen


© EFE

Unwetterschaden in Los Realejos

Dass es an ein Wunder grenzt, dass bei den schweren Regenfällen vom 16. und 17. November im Norden Teneriffas keine Person ernsthaft verletzt wurde, ist besonders deutlich in Las Llanadas (Palo Blanco) in der Gemeinde Los Realejos ersichtlich.

Dort wurde aufgrund der Wassermassen auf der einzigen Straße (TF-326), die vom Ortskern in die Höhenlagen des Gebiets führt, ein so tiefes Loch in den Boden gerissen, dass beinahe beide Fahrspuren betroffen sind.

Grund für das Desaster war die Tatsache, dass die Straße an der Stelle über einen Barranco führt. Anstatt jedoch eine Art Brücke zu bauen, die bei Regenfällen das herabströmende Wasser ungehindert durchlassen würde, wurde der Barranco an der betroffenen Stelle lediglich aufgeschüttet. Dass Wassermassen von stellenweise bis zu 180 Liter pro Quadratmeter sich in so einem Fall unweigerlich einen Weg durchs Geröll suchen werden, hatten die Bauherrn damals jedoch wohl nicht bedacht.

Etwa 30 Haushalte haben immer noch so gut wie keine Möglichkeit, gefahrenlos in tiefere Bereiche der Gemeinde zu gelangen.  Die Straße ist nämlich immer noch sowohl für Fahrzeuge als auch für Fußgänger gesperrt.

Los Realejos Bürgermeister hat jetzt versprochen alles da­­­ran­­zusetzen, möglichst bald eine provisorische Brücke errichten zu lassen. Die Bauarbeiten für den Wiederaufbau der bisherigen Straße können nämlich noch mehrere Monate dauern.




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